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Ortsverein und Kreisverband unterschreiben Vertrag / „Aufgaben nun klar definiert“

Kriegsbeil beim DRK offiziell begraben

Hameln (ni). Nach jahrelangen Querelen haben der DRK-Ortsverein Hameln und der DRK-Kreisverband Hameln-Pyrmont jetzt auch offiziell Frieden miteinander geschlossen. Grundlange der künftigen Zusammenarbeit ist ein von Moderatoren beider Seiten ausgehandelter Vertrag, dem die Mitglieder beider Organisationen bereits zur Jahresmitte ihre Zustimmung gegeben hatten.

veröffentlicht am 18.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:21 Uhr

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Die Vertragsunterzeichnung durch Landrat Rüdiger Butte als Vorsitzendem des Kreisverbandes und den neuen Ortsvereinsvorsitzenden Wolfgang Kaiser war gestern nur noch ein formaler Akt. Mit ihrer Unterschrift besiegelten sie das Ende eines Streites um Finanzen, Einsätze der Bereitschaft und die Sonderstellung des Hamelner Ortsvereins in der „DRK-Familie“. Von Außenstehenden kaum noch nachvollziehbar, schadeten die Auseinandersetzungen nicht nur dem Ruf der Hilfsorganisation, sondern kosteten sie auch Mitglieder.

Butte und Kaiser stand gestern nicht der Sinn danach, die Vergangenheit noch einmal aufleben zu lassen. „Wir haben ein Vertragswerk erarbeitet, das kurz, klar und bündig ist“ und für strittige Auslegungen keinen Spielraum mehr lasse, sagte Butte. Das für eine gute Zusammenarbeit notwendige Vertrauen zwischen den Partnern sei wiederhergestellt, und der Hamelner Ortsverein erfahre künftig „trotz einiger Besonderheiten eine gewisse Gleichbehandlung mit den anderen Ortsvereinen“.

Geregelt ist durch die Vereinbarung, dass der Kreisverband sowohl die Buchführung für den Ortsverein übernimmt als auch den Wirtschaftsplan für ihn aufstellt. Die Bereitschaft beider Organisationen ist am Standort „Am Damm“ zusammengefasst. Das sei nicht nur aus organisatorischen Gründen sinnvoll, sondern entlaste den Ortsverein auch finanziell, erklärte Kaiser. Die neu festgesetzte Zuwendung des Kreisverbandes in Höhe von 40 000 Euro jährlich für die Arbeit des Ortsvereins, die der alte Vorstand als zu gering kritisiert hatte, sei nach seiner Einschätzung ausreichend, zumal der Ortsverein auch durch den Verzicht auf eigene Mannschaftswagen Geld einspare. Wenn ein solches Fahrzeug gebraucht werde, könne der OV „jederzeit“ auf den Fuhrpark des Kreisverbandes oder der Bereitschaft zurückgreifen. Einen Verlust an Eigenständigkeit bedeute dieser Verzicht also nicht.

Mit dem neuen Vertrag, so Kaiser, seien die Aufgaben von KV und Ortsverein klar definiert: „Der Kreisverband ist für uns Dienstleister, der Ortsverein macht das Ehrenamtliche.“ Den zehn aktiven Gruppen mit ihren 280 Mitgliedern werde darum auch seine ganze Aufmerksamkeit als Vorsitzender gehören. Dass der OV für seine Arbeit unbedingt Räume von so „opulentem Zuschnitt“ (Butte) braucht, wie sie in der Geschäftsstelle an der Zentralstraße gegeben sind, sieht Kaiser nicht. Der Mietvertrag für das Domizil läuft Ende 2014 aus, Gespräche mit dem Kreisverband über eine neue Bleibe stehen nächstes Jahr an. Sowohl Butte als auch Kaiser ließen keinen Zweifel daran, dieses Problem einvernehmlich lösen zu wollen.



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