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Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover in Hameln gegründet

Kreise und Städte rücken zusammen

Hameln/Hannover (ts). Die Region Hannover und 14 weitere benachbarte Landkreise und Kommunen haben sich gestern zum „Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover“ zusammengeschlossen. Auf Einladung von Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann verständigten sich die Gründungsmitglieder auf eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Wirtschaft sowie Stadt- und Regionalplanung. Als Vorsitzende des Netzwerks wurde Lippmann gewählt, als Stellvertreter fungieren Heinrich Eggers, Landrat des Landkreises Nienburg, Bernd Hellmann, Bürgermeister der Stadt Stadthagen, und Professor Axel Priebs, Erster Regionsrat der Region Hannover.

veröffentlicht am 27.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 18:41 Uhr

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In ihrer Begrüßung verwies die Hamelner Rathaus-Chefin auf die Stärken des Raumes rund um die Landeshauptstadt Hannover und die engen Beziehungen der Landkreise und Städte untereinander. Auf die Herausforderung einer globalisierten Welt müsse mit einem Europa der Regionen geantwortet werden. „Im Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover wird seit 15 Jahren im Städtenetz Expo-Region und im Forum für Stadt- und Regionalplanung kooperiert. An diese guten Erfahrungen werden wir anknüpfen“, sagte Susanne Lippmann. Städte, Landkreise und die Region Hannover müssten sich aber noch intensiver abstimmen, um die Entwicklung des Raumes voranzubringen. Dabei sei es von Bedeutung, mit einer Stimme zu sprechen.

Mit der Gründung des Netzwerks Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover rücken die Kommunen rund um die Landeshauptstadt noch enger zusammen und positionieren sich als starke Einheit. Diese Ausrichtung ist für Priebs entscheidend. „Das neue Netzwerk steht nicht in Konkurrenz zur Metropolregion Hannover-Braunschweig- Göttingen-Wolfsburg“, betonte der Erste Regionsrat. „Im Gegenteil, als dritte regionale Säule der Metropolregion – neben dem Großraum Braunschweig und der Region Göttingen – wollen wir unsere Stärken bündeln und aktiv einbringen“, erläuterte Priebs.

Im Themenkreis ÖPNV soll zum Beispiel über eine Ausweitung des Verkehrs- und Tarifverbundes Großraum-Verkehr Hannover gesprochen werden. Die Kommunen wollen sich für eine Verbesserung der Infrastruktur und der Verkehrsverhältnisse einsetzen.

Auch beim Thema Logistik soll stärker kooperiert werden. Das „erfolgreiche Konsensprojekt zum Einzelhandel“ wird fortgeführt. Auch eine intensivere Zusammenarbeit im Tourismus, bei der Wirtschaftsförderung und im Marketing sowie bei der Regionalentwicklung ist angestrebt. Professor Rainer Danielzyk von der Leibniz Universität Hannover hob in seinem Festvortrag die Bedeutung einer abgestimmten Regionalentwicklung hervor. Netzwerke seien die zeitgemäße Form eines eng verbundenen und doch flexiblen Zusammenschlusses, so Danielzyk. So könnten ohne großen Apparat Informationen ausgetauscht, Kooperationen geschmiedet und gemeinsame Positionen erarbeitet werden.

Mitglieder im Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover sind die Region Hannover, die Landkreise Celle, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Nienburg, Peine, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel sowie die Städte Celle, Hameln, Hildesheim, Nienburg, Peine, Stadthagen und Walsrode.

Die Hauptverwaltungsbeamten der Kreise und Kommunen sind in einer halbjährlich tagenden Lenkungsgruppe vertreten, die die strategischen Leitlinien berät. Auf einer jährlichen Regionalkonferenz sind auch Vertreter der Regionsversammlung, der Kreistage und Stadträte mit dabei.

Nach der offiziellen Gründung des Netzwerkes soll es nun zügig vorangehen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Arbeitsgruppen tagen. Geplant ist, bei der Region Hannover eine Geschäftsstelle zur Koordinierung der Aktivitäten einzurichten.



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