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Krebsregister: "Ein erster Schritt, aber auch ein Paradoxon"

veröffentlicht am 23.08.2012 um 14:47 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Brustkrebsregister: "Ein erster Schritt, aber auch ein Paradoxon"

Hameln (CK). Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Und bei Frauen machen Erkrankungen der Brustdrüse fast ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen aus – Grund genug, Vor- und Nachsorge ernst zu nehmen.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat das Bundeskabinett jetzt grünes Licht gegeben für verbindliche Krebsregister, um die tödliche Krankheit einzudämmen. „Ein erster Schritt zwar, aber zugleich auch ein Paradoxon“, bemängelt Andrea Hahne von der Patienteninitiative (PI), die sich seit rund eineinhalb Jahren für das Brustzentrum am Sana Klinikum stark macht.

Wie bereits mehrfach berichtet, ist die Brustkrebsnachsorge am Sana-Klinikum aufgrund von Einsprüchen niedergelassener Ärzte nur noch eingeschränkt möglich, obwohl das seit rund 30 Jahren gängige Praxis war. Dann jedoch hatten niedergelassene Mediziner Protest eingelegt gegen die sogenannte Ermächtigung der spezialisierten Klinikärzte. Das wiederum hatte betroffene Frauen auf den Plan gerufen, die nach einer Krebserkrankung jetzt nicht mehr zur Nachsorge ins Sana-Klinikum konnten, wo sie, so beschreibt es jedenfalls Initiatorin Gisela Hölscher, eine qualifizierte Betreuung aus einer Hand hatten. Lediglich Privatpatientinnen (und aufgrund einer Sondervereinbarung auch versicherte der AOK) können das Angebot am Klinikum weiter in Anspruch nehmen und müssen nicht auf niedergelassene Radiologen ausweichen.

Was den Vorstoß der Bundesregierung angeht, künftig die Früherkennung von Brustkrebs zu forcieren: „Das geht nicht zusammen, wenn man einerseits die qualitativ hochwertige Früherkennung und Nachsorge aus einer Hand runterfährt und andererseits die Früherkennung voranbringen will.“ Die Patienteninitiative jedenfalls will weiterkämpfen.

Auf welchem Wege sie das tun will und welchen Personenkreis Hahne direkt ansprechen will, erfahren Sie in der Dewezet.



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