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Stadtbild und Sicherheit und mehr waren Themen am Lesertelefon

Kratzen Trinker am neuen Image der Baustraße?

HAMELN-PYRMONT. Pöbeleien in der Innenstadt von Hameln und fehlende Nahversorgung im Zentrum von Bad Pyrmont sind zwei Themen, die unsere Leser am Dienstag am Lesertelefon beschäftigt haben. Doch es brannte ihnen noch mehr auf den Nägeln.

veröffentlicht am 01.09.2021 um 13:00 Uhr

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Reporter zur Autorenseite

Susanne Hintz aus Hameln beklagt eine Situation in der Baustraße: Der Teil der Trinker- und Drogenszene, der sich regelmäßig an Bänken vor dem Ärztehaus aufhielten, passten ihrer Auffassung nach nicht so recht ins Bild der just von der Stadt „verkehrsberuhigten und verschönerten Baustraße“. Denn im Laufe eines Tages kippe früher oder später die Stimmung, dann werde es sehr aggressiv, weshalb sie sich dort abends nach der Arbeit kaum noch langzugehen traue. Wiederholt komme es zu Schlägereien und Polizei- und Rettungseinsätzen. Morgens sei dann der Müll der Leute zu beklagen. Natürlich bräuchten auch diese Menschen einen Platz, an dem sie sich aufhalten könnten, aber zu dem neuen Konzept der Baustraße passe dies nicht.

„Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das wir akzeptieren müssen“

Sprecher Thomas Wahmes teilt auf Anfrage mit, der Stadt sei zwar bekannt, dass sich dort Trinker/Junkies aufhielten. „Die Personen sind aber nach unseren Kenntnissen bislang nicht als aggressiv aufgefallen“, so Wahmes. Zumal die Handlungsmöglichkeiten begrenzt seien, das sich grundsätzlich jeder dort aufhalten dürfe . „Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das wir akzeptieren müssen“, führt der Stadtsprecher aus. „Wir werden die Situation jedoch weiter beobachten.“

Bärbel Jahn aus Holzhausen betont, dass sie in Bad Pyrmont geboren und aufgewachsen sei. Inzwischen sei sie leider auf einen Rollator angewiesen, aber was ihr in ihrer Stadt fehle, sei ein Nahversorger in der Innenstadt. „Ich will meinen Liter Milch und mein Stück Butter in der Fußgängerzone kaufen“, sagt sie. Dies sei aber nicht mehr möglich, es gebe lediglich noch ein Reformhaus. Außerdem wünsche sie sich einen neuen Pächter für den einstigen Minigolfplatz. Da seien schließlich mal die Deutschen Meisterschaften ausgetragen worden.

Sabine Ahrens aus Hameln erzählt, dass sie jeden Tag mit dem Fahrrad den Weserradweg entlangfahre. Dabei sei ihr schon vor längerer Zeit aufgefallen, dass der inmitten des Radweges auf Höhe des Amtsgerichts seit letztem Jahr nach einer Fällung hinterlassene Baumstumpf eine Gefahr für insbesondere Radfahrer darstelle, erst recht in der dunklen Jahreszeit. Ob der Stumpf nicht entfernt, zumindest aber eingezäunt oder kenntlich gemacht werden könne? Die Anfrage bei der Stadt ergibt, dass die Situation dort bislang nicht bekannt war. „Wir werden der Sache nachgehen und, falls erforderlich, handeln, das heißt, den Baumstumpf beseitigen oder zumindest die Gefahrenstelle sichern“, sagt Stadtsprecher Wahmes.

„Da fragt nämlich keiner nach, noch nicht mal Frau Baerbock!“

Elsbeth Osterloh aus Hemmendorf beschäftigt die Frage, wie Deutschland beziehungsweise Europa allein den Klimaschutz bewerkstelligen sollen. „Da fragt nämlich keiner nach, noch nicht mal Frau Baerbock!“, meint die Hemmendorferin. Wie solle dem Klimawandel entgegengewirkt werden, wenn in anderen Teilen der Welt kein oder nur unzureichend Klimaschutz betrieben werde, frage sie sich. „Klimaschutz ja, aber Europa allein kann das nicht schaffen“, so Osterloh.

Des Lobes für die Dewezet ist Torsten Pohlenz aus Hameln. „Ich finde es sehr positiv und immer wieder motivierend, dass die Dewezet die Behörden immer wieder darauf aufmerksam macht, dass sie im Dienst der Bürger stehen“, sagt er – insbesondere mit Blick auf das Bürgeramt in Hameln. Die in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen Pläne der Verwaltung, das Bürgeramt nur noch einmal die Woche ohne vorherige Terminvereinbarung für die Bürger zu öffnen, stieß auf viel Kritik. Inzwischen ist die Stadt zurückgerudert (wir berichteten). Eine kleine Kritik habe Pohlenz an der Dewezet dann aber doch. Er würde sich wünschen, dass Ankündigungen und Berichterstattungen von Konzerten und anderen Veranstaltungen als solche jeweils kenntlich gemacht werden würden und somit besser zu unterscheiden wären.



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