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Ortsrat verlangt Umsetzung des Stadtratsbeschlusses aus dem Jahr 2003

Krach um Zufahrt zum Tündernsee

Tündern. Segler und Taucher dürfen darauf hoffen, dass ein Teil des Tündernsees schon bald von ihnen bevölkert werden kann. Ein entsprechender Antrag wird geprüft. Nun macht die Zufahrt zum Gelände Probleme. Mehr Verkehr im Ort möchte der Ortsrat verhindern, doch die andere Zufahrt wird von einem Kieswerk genutzt.

veröffentlicht am 28.04.2016 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Ein Antrag auf eine „temporäre Nutzung“ liegt bereits seit dem vergangenen Sommer vor und wird derzeit vom Fachbereich Umwelt der Stadt Hameln auf seine Umsetzbarkeit geprüft. Der Ortsrat Tündern hat wegen des Inhalts des Antrags allerdings erhebliche Bedenken, denn bei seiner Sitzung am Mittwochabend stellte sich heraus, dass die an der Tündernsee GmbH beteiligte Luttmann Kies Union (LKU) die Zufahrt über die Tündernsche Nordstraße und den Niederfelsweg beantragt hat.

Diese Zuwegung widerspricht allerdings der bereits im Jahr 2003 vom Rat der Stadt beschlossenen Zufahrt aus nördlicher Richtung und nicht über die tündernsche Gemarkung. Die unisono geäußerte Befürchtung der Ortsratsmitglieder: „Dann werden nicht nur die Segler und Taucher, sondern auch die Badelustigen das Gelände nicht über die Nordstraße anfahren, sondern gleich die Brandenburgerstraße nutzen, um den Niederfelsweg zu erreichen. Das wollen wir nicht“, betonten Herbert Habenicht (FDP), Rainer Stumpe (Grüne) und andere tündernsche Kommunalpolitiker. „Wir haben hier schon genug Verkehr im Ort.“ Es gehe ja nicht allein um die von der Stadtverwaltung angenommenen 20 bis 30 Segler und Taucher pro Woche, sondern eben auch um die illegal Badenden, die das Areal mit Sicherheit auch nutzen würden. Auf Antrag von Herbert Habenicht beschloss der Ortsrat einstimmig die Verwaltung aufzufordern, die Genehmigung für diese Zufahrt abzulehnen und den im Jahr 2003 gefassten Beschluss umzusetzen. Die Zustimmung des Ortsrates sei immer an die Bedingung gebunden gewesen, dass die Zufahrt zum Tündernsee von Norden her erfolge. „Wir wollen der temporären Nutzung nicht im Weg stehen“, betonten die Ortsratsmitglieder, „aber sollte die Zufahrt über Tündern erfolgen, müssen wir unsere Zustimmung zu dem Projekt überdenken.“ Ortsbürgermeisterin Elke Meyer mahnte: „Wenn Ortsfremde erst einmal gesehen haben, dass der Niederfelsweg von Fahrzeugen benutzt wird, werden wir dort Verkehr ohne Ende haben.“ Auch sei der Niederfelsweg mit einer Breite von 2,50 Metern für einen Begegnungsverkehr viel zu schmal, warnte Rainer Stumpe. „Das kann nicht funktionieren.“ Um die Zufahrt über Tündern auszuschließen, empfahl der Ortsrat, Verhandlungen mit dem Realverband über eine Abriegelung durch einen Schlagbaum aufzunehmen.

Am nördlichen Teil des Tündernsees sollen für eine Nutzungszeit von fünf bis acht Jahren zwei sogenannte See-Container aufgestellt werden, eine Slipanlage für die Boote und ein Bootssteg gebaut werden. Auch Dixi-Toiletten sollen aufgestellt sowie Parkmöglichkeiten für Autos und Abstellplätze für Boote geschaffen werden. „Temporär“ soll die Nutzung sein, weil nach Auskiesung des Gebiets der Tündernsee ein großer Freizeitpark mit festen Anlagen werden soll. Habenicht warnte allerdings auch, dass in Deutschland nichts so beständig sei, wie ein einmal errichtetes Provisorium. „Wir müssen genau darauf achten, dass nach diesen fünf oder acht Jahren dann auch wirklich ein Rückbau erfolgt und das dann nicht vergessen wird.“



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