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Spinnen- und Insektenausstellung klärt ängstliche Besucher auf

Krabbeltiere zum Anfassen

veröffentlicht am 04.10.2016 um 08:15 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Sabrina Kleinertz
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HAMELN. Wenn wieder mal ein verängstigtes „Schatz, hier ist eine Spinne im Bad“ aus dem Nebenzimmer ertönt, dann ist das für viele Männer das eindeutige Zeichen, die Partnerin schnellstmöglich vor der krabbelnden Gefahr zu retten. Mit dem Staubsauger oder einem Glas turnt Mann auf dem Badewannenrand herum, bis sich die vielbeinigen Albträume einfangen lassen. Das ist zumindest das verbreitete Bild.

„Wir erleben es vielmehr so, dass vor allem kleine Mädchen ganz interessiert sind und nah an den Terrarien stehen“, korrigiert Renaldo Neigert die Illusion. Männer blieben eher im Hintergrund und kommentierten das Ganze.

Der Bielefelder, der am Sonntag mit seinen rund 400 Spinnen und Insekten in der Rattenfängerhalle Halt machte, möchte mit seiner Ausstellung auch ängstlichen Besuchern helfen. „Ich habe immer einen separaten Raum, um in Ruhe Wissen zu vermitteln“, sagt er. „Das hilft oft ungemein und ohnehin ist es für die meisten schon ein großer Erfolg, wenn sie mit einer Spinne im Raum sind.“

3 Bilder
Foto: sab

Insgesamt kann er auf diese Weise etwa acht bis zehn Leuten pro Woche helfen, ihren Ekel zu überwinden. Dabei ließen sich auch einige Mythen aus dem Weg räumen: „Viele denken zum Beispiel, dass sie von einer Vogelspinnen angesprungen werden“, erzählt Neigert, der mit 16 Jahren seine erste Spinne hielt. „Spinnen können aber überhaupt nicht springen.“

Beruflich tourt Neigert schon seit gut acht Jahren durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, um seine Tiere in Ausstellungen zu zeigen. „Als Jugendlicher habe ich mit diesem Hobby angefangen“, sagt der Spinnenliebhaber. „Das Ganze nahm immer größere Ausmaße an, also musste ich mir irgendwann überlegen, wie es weiter gehen soll.“ Auf einer Salzburger Börse sei dann die Idee entstanden, über Spinnen, Skorpione, Schaben und Co. aufzuklären.

Die Besucher in der Rattenfängerhalle wissen das zu schätzen und tummeln sich zwischen Terrarien, Ausstellungskästen und Videovorträgen. Als besonderes Highlight gibt es die Möglichkeit, ein Foto mit einer der unzähligen Vogelspinnen zu schießen. Aus nächster Nähe können die haarigen Tierchen dann begutachtet werden.

Spinnen seien übrigens sehr pflegeleicht, wie Neigert erklärt: „Sie fressen ein Mal in der Woche, ansonsten muss man auf den regelmäßigen Austausch der Trinkschale achten.“ Insekten bräuchten etwas mehr Pflege. Beide benötigten aber konstante Temperaturen.

Und was passiert, wenn Neigert selbst eine Spinne im Badezimmer findet? „Dann sammle ich sie auf und bringe sie wieder nach draußen – das muss ich für mein Gewissen machen. Für mich sind alle Spinnen Freunde.“

Fotos von der Austellung auf dewezet.de



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