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Fußgängerzone: Rat lehnt Austausch der Architektin ab

Koss wirft der Bürgerliste einen schlechten Stil vor

Hameln (HW). „Der Rat der Stadt Hameln beauftragt die Verwaltung, ein Handlungskonzept zu erstellen, wie das bisherige Architektenbüro ersetzt werden kann.“ Dieser Antrag der Bürgerliste, vorgetragen von Albrecht Garbe, eröffnete eine hitzig geführte Diskussion zum Thema Fußgängerzone. „Wir bedauern, dass viel Zeit verstrichen ist. Uns fehlt derzeit die notwendige Hoffnung, mit dem gleichen Fachpersonal zu einem guten Ende zu kommen. Ohne Vertrauen kann eine gedeihliche Arbeit aber nicht erfolgen“, begründete Garbe den Antrag und sorgte damit für Unmut in den Fraktionen der aus SPD, FDP und Grünen bestehenden Mehrheitsgruppe.

veröffentlicht am 05.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 19:21 Uhr

Eckhard Koss
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„Ein Konzept liegt natürlich vor und wird durch das Bürger-Forum weiter verändert werden. Die Vorschläge aus dieser Werkstatt werden eingearbeitet und notfalls mit einem neuen Ratsbeschluss bestätigt“, machte Ursula Wehrmann die ablehnende Haltung deutlich. Gleichfalls wies die Grünen-Fraktionschefin auf die Gefahren hin, die mit einem Austausch der Bremer Architektin verbunden seien: „Wir müssten bei Null anfangen und die Planung doppelt bezahlen“, begründete sie und warf der Bürgerliste in ihrem Antrag „inhaltliche und formelle Fehler“ vor. Rüdiger Zemlin (FDP) warnte davor, die Planerin zur „Buhfrau“ zu machen: „Das ist nicht der richtige Weg und eine völlig falsche Analyse.“ CDU-Fraktionschef Claudio Griese unterstrich zwar, dass die Christdemokraten eine ablehnende Haltung gegenüber der bisherigen Planung der Architektin hegten, „weil sie nicht gerade Überzeugungsarbeit leisten konnte“, machte jedoch auf die Kostenfolge durch bestehende Urheberrechte aufmerksam und erteilte dem Antrag ebenfalls eine Absage: „Ein Austausch der Architektin wäre Angesichts der notwendigen Haushaltskonsolidierung kein richtiger Schritt“, sagte Griese.

Erster Stadtrat Eckhard Koss warf der Bürgerliste einen schlechten Stil vor und stellte immense Honorarzahlungen in Aussicht, sollte es zu einer Ablösung kommen. „Ich habe noch nie erlebt, wie die Reputation eines einzelnen Büros so infrage gestellt wird. Das ist geschäftsschädigend“, schimpfte der Baudezernent und erinnerte daran, dass eine Jury die Rahmenbedingungen für die Architektin vorgegeben habe. „Und in dieser Jury waren Sie Mitglied“, sagte Koss in Richtung Garbe. SPD, FDP, Grüne und CDU lehnten den Bürgerlisten-Antrag geschlossen ab.



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