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Koss' Kündigung - ein Symbol für "miese Stimmung im Rathaus"

veröffentlicht am 11.01.2011 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Koss/Lippmann

Hameln (ni). Nach dem Rücktritt von Hamelns erstem Stadtrat Eckhard Koss gärt es in den Fraktionen. Allerdings haben die Politiker ganz unterschiedliche Meinungen zu dem Fall Lippmann/Koss.

Uwe Schoormann übt sich in ungewohnter Zurückhaltung. Der Hamelner SPD-Fraktionschef tut sich ungemein schwer mit einer Stellungnahme. Schoormann mimt den Ahnungslosen, der angeblich erst aus der Dewezet von der vorzeitigen Kündigung des Ersten Stadrates und den möglichen Hintergründen erfahren haben will. Die Frage, wie er zu Lippmanns Forderung nach einer sofortigen Wiederbesetzung der Dezernentenstelle steht, beantwortet er auch ausweichend. Er sei „persönlich der Überzeugung, ohne einen Stadtbaurat werden wir in Hameln nicht auskommen“. Ob dieser Posten aber unbedingt mit einem Wahlbeamten auf Zeit besetzt werden müsse, „das muss man noch mal überlegen“, so Schoormann. Ähnlich verhält sich die FDP. Auch der Fraktionsvorsitzende der Liberalen, Hans Wilhelm Güsgen, hält sich vorerst bedeckt.

Die Grünen indessen sind umgehend auf Distanz zu Lippmann gegangen. „Die Fraktion hat Montagabend einstimmig beschlossen, einer Stellenausschreibung zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuzustimmen“, erklärt Ursula Wehrmann. „Für diese Entscheidung haben wir die volle Rückendeckung des Ortsvereins und des Kreisverbandes der Grünen“, so die Fraktionsvorsitzende. „Mehr als bedauerlich“ ist in ihren Augen, „die so angespannte Stimmung im Rathaus, die auch eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung ungemein erschwert“.
Claudio Griese hat für die klimatischen Störungen in der Verwaltung deutlichere Worte: Der CDU-Fraktionschef wertet den vorzeitigen Rückzug des Lippmann-Stellvertreters „als Schritt nach vorne, um die teilweise Mobbing-ähnlichen Vorgehensweisen der Oberbürgermeisterin publik zu machen und somit eine Lanze für die anderen Rathausmitarbeiter zu brechen“. Koss‘ Kündigung stehe als Symbol für die „miese Stimmung im Rathaus“ in der Ära Lippmann.

Fritz Rieger schlägt in die gleiche Kerbe. Susanne Lippmann mache „ihr eigenes Ding“ und beziehe selbst engste Mitarbeiter nicht in ihre Entscheidungen ein, sagt der Vorsitzende der Bürgerliste. Rieger: „Die Leute im Rathaus sind alle verunsichert und haben Angst, einen Fehler zu machen."

Einig ist sich Rieger mit Wehrmann und Griese in punkto Stellenausschreibung: „Gibt es mit uns nicht. Jetzt sollen die Fachbereichsleiter mal zeigen, was sie können.“



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