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Kirchenkreis-Parlament informiert sich über Sachstand und Perspektiven des interreligiösen Dialogs

Kontakte mit Judentum weit gediehen

Hameln. „Zwischen Juden und Christen in Hameln gibt es eine große Vertrautheit“, stellte der Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK), der Pastoralreferent Hans- Georg Spangenberger, fest. Auf Einladung des Kirchenkreistages referierte Spangenberger vor dessen 75 Vertretern aus den 35 evangelisch-lutherischen Gemeinden des Kirchenkreises im großen Saal der Martin-Luther-Gemeinde den Stand des interreligiösen Dialogs zwischen den christlichen, aber auch den jüdischen und muslimischen Gemeinden in Hameln.

veröffentlicht am 11.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Insbesondere die Aktivitäten der von Christa Bruns geleiteten „Gesellschaft zur christlich-jüdischen Zusammenarbeit“, aber auch die Gemeinschaft der „verfassten christlichen Kirchen“ wie den protestantischen, den katholischen, der reformierten und der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden hätten erfolgreich dazu beigetragen, erfolgreich gemeinsame Tiefen auszuloten. „Vor allem der Dialog mit dem Judentum ist durch die gute Zusammenarbeit mit der liberalen jüdischen Gemeinde sehr weit gediehen“, so Spangenberger.

Aber auch die Hamelner Muslime seien „gute Gesprächspartner in der säkularen Gesellschaft“. „Muslime sind für uns dabei in erster Linie fromme Leute, die wie wir das Wahre, Heilige wertschätzen.“ Für die Kontakte zu den zwei Hamelner muslimischen Gemeinden stellte Spangenberger zwar ebenfalls „eine große Vertrautheit“, fest, doch gehe der Dialog derzeit stärker von der christlichen Seite aus. Spangenbergers Einschätzung: „Die Muslime sind in der theologischen Auseinandersetzung etwas zurückhaltender.“

Erwartet sachlich fiel der Sachstandsbericht von Superintendent Philipp Meyer zur derzeitigen Situation der Jugendwerkstatt aus. „Wir befinden uns voll im Korridor der von Kirchenkreistag im vergangenen Jahr gefassten Beschlüsse.“ Mit der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg sei ein Käufer für die Immobilie gefunden, sodass die Jugendwerkstatt künftig Mieter im eigenen Haus sei. Die drastische Reduzierung der Arbeitsplätze von knapp 50 auf 15 sei bislang „ohne dramatische Auseinandersetzungen“ verlaufen. „Das war notwendig, denn das in den letzten Jahren aufgelaufene Defizit kann der Kirchenkreis nicht tragen“, so Meyer. Die Existenz der Jugendwerkstatt jedoch stünde keinesfalls zur Disposition.Meyer: „Die Fachleute sagen uns, dass das Konzept langfristige Arbeit ermöglicht, wenn sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern.“



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