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Komplizierte Rettung - zwei Schwerverletzte nach Unfall

veröffentlicht am 17.05.2012 um 19:45 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (ube). Das Unfallopfer, das auf dem Beifahrersitz eines stark beschädigten Ford Focus saß, war schwer verletzt – es musste ganz behutsam aus dem Wrack befreit werden. Die Retter wussten: Ein falscher Handgriff hätte die Lage des Mannes (60) verschlimmern können. Anfangs wurde deshalb erwogen, das Dach des Autos mit einer hydraulischen Rettungsschere abzuschneiden. Die Spezialisten der Hamelner Feuerwehr entschieden sich nach kurzer Beratung für eine andere Rettungsmethode.

 Doch zunächst einmal behandelte ein Notarzt den Wiener, der über Rückenschmerzen klagte. Erst danach schoben die Rettungsassistenten ein sogenanntes Spineboard ganz vorsichtig zwischen den Sitz und das Opfer. Bei dem Gerät handelt es sich um eine Art Brett aus einem harten Kunststoff, das insbesondere dann eingesetzt wird, wenn eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Um eine Querschnittslähmung zu vermeiden, wurden Kopf, Oberkörper, Becken und Beine des Schwerverletzten mit einem Spezial-Set, das Retter „Spinne“ nennen, auf dem Brett fixiert.
 Der Rettungswagen 1 der Feuerwehr war am Mittwochabend um 18.26 Uhr zu einem Auffahrunfall an der Schiller- straße/Ecke Fahlte geschickt worden. Nach Angaben der Polizei hatte eine 41 Jahre alte BMW-Fahrerin aus Hameln, die mit ihrer Tochter (11) unterwegs war, offenbar nicht bemerkt, dass ein Ford Focus Kombi vor der roten Ampel stand. Vermutlich prallte der BMW ungebremst gegen den Ford. Dadurch wurde der Kombi mehrere Meter weit in den Kreuzungsbereich geschoben. Bei dem heftigen Aufprall zog sich die Fahrerin laut Feuerwehr „erhebliche Verletzungen“ zu. Das Kind sei unverletzt geblieben, hieß es. Nur vier Minuten nach Alarmierung traf der erste Rettungswagen am Unfallort ein. Die Sanitäter stellten fest, dass auch in dem Ford ein Verletzter auf Hilfe wartete. Sie forderten über Funk bei der Regionalleitstelle einen zweiten Feuerwehr-Rettungswagen und einen Notarzt des Sana-Klinikums an. Die Verletzungen des Beifahrers im Ford hätten sich rasch als derart schwerwiegend erwiesen, dass eine spezielle Rettung eingeleitet werden musste, teilte die Feuerwehr gestern mit. Der 60 Jahre alte Mann aus Wien und die mutmaßliche Unfallverursacherin wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Der Ford-Fahrer (66) aus Hameln kam mit dem Schrecken davon.



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