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Kunstbegabte der Region präsentieren Auswahl ihrer Werke im Hefehof / Breite Vielfalt von Techniken und Formen

Kommt der nächste Picasso vielleicht aus Hameln?

Hameln. „Raufende Haare“ hat die 17-jährige Anna Walter ihr Selbstportrait genannt. Das 42 x 47 Zentimeter große, mit Pastellfarben auf Papier gemalte Bild ist eines der Werke, die derzeit im Hamelner Hefehof zu sehen sind. Hergestellt haben die Bilder und Skulpturen künstlerisch begabte Schülerinnen und Schüler des Projektes „Kunstbegabungsförderung in der Region Hameln“. Das wird von Anne Preuß (Albert-Einstein-Gymnasium), Erwin Priesett (Schiller-Gymnasium) und Frank M. Kretschmann vom Vikilu betreut.

veröffentlicht am 17.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Seit 2010 gibt es die Kunstbegabtenförderung, und unsere Schülerinnen und Schüler kommen aus dem Einzugsgebiet von Bad Pyrmont, Salzhemmendorf, Hameln, Rinteln und Springe“, erklärt Anne Preuß. Das Angebot habe sich seinerzeit vor allem an Schüler der Klassenstufen 9 und 10 gerichtet. Nach einem Bewerbungsverfahren seien 19 Schülerinnen und Schüler für zwei Jahre verbindlich in das Programm aufgenommen worden. „Leider sind nur drei Jungen dabei“, bedauert Preuß und hofft auf „weitere Zulieferungen“ ihrer Fachkollegen.

„Das Land Niedersachsen gibt uns pro Woche zwei Unterrichtsstunden für unsere Arbeit“, so Erwin Priesett. Die würden dann „geblockt“, sodass alle drei bis vier Wochen, meist samstags, „lange Sitzungen“ stattfinden könnten. Priesett: „Das unterscheidet sich schon ganz erheblich vom sonst üblichen Kunstunterricht. Wir brauchen auf Zeit und Materialverbrauch kaum Rücksicht zu nehmen, können viel ausprobieren und unsere ganze Kreativität freisetzen.“

Mit erstaunlichen Ergebnissen: Was derzeit und noch bis Ende August im Hefehof zu sehen ist, sind teilweise qualitativ sehr hochwertige und ideenstarke Werke von enormer thematischer Bandbreite. Das reicht von Bleistiftstudien über Handyfilme und Farbexperimente wie Marie-Theres’ Farblinienexperimenten auf pechschwarzem Untergrund über Stillleben, Landschaften und Mehrton-Portraits bis hin zu abstrakten Bildkompositionen. Sogar an Holzklötzchenarrangements und Baumstammbearbeitungen haben sich die Nachwuchskünstler versucht.

Zusammengefasst und ansprechend präsentiert wird deren künstlerisches Schaffen in einem dicken, vom Gilbert Giebel Verlag gleich nebenan kostenlos erstellten Katalog. Interessant auch die dort nachzulesenden Zukunftsvisionen der jungen Künstler: Ein Star will keiner werden, sie alle bleiben auf dem Teppich. „Kommunikationsdesign“ will etwa Anna Walter studieren. Dass sich bis zu Ende der Ausstellung dann aber doch noch der eine oder andere potente Käufer für eines der Werke findet, davon träumen die jungen Künstler allerdings insgeheim doch. Und wer weiß, vielleicht machen Kunstinteressierte hier ja ein Schnäppchen – dann nämlich, wenn der nächste Picasso aus Hameln kommt.

Anna Walter vor ihrem SelbstporträtPastell auf Papier). Die Zeichnung heißt „Raufende Haare“.

Fotos: eaw

Marie Theres Röhricht vor ihrem Bild mit dem Titel „Farbform auf Schwarz“.



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