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Weg zur Marktkirche ist eng und vom Pferdemarkt aus kaum zu sehen / Nächstes Jahr soll’s besser sein

Kommerz lässt der Kirche nur wenig Luft

Hameln (bha). Alles ist gut, jetzt, da der Weihnachtsmarkt endlich begonnen hat und die Streitereien im Vorfeld langsam vergessen sind? Mitnichten. Ausgerechnet die Kirche als Ort, der zur Weihnachtszeit für viele eine ganz besondere Rolle spielt, wird vom Kommerz in die Zange genommen.

veröffentlicht am 30.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 13:41 Uhr

Der Gang zum Haupteingang ist schmaler als von der Marktkirchengemeinde gewünscht. Foto: Wal
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Der Plan der Marktkirchengemeinde war es laut Pastor Thomas Riesel, die Eingänge der Kirche in diesem Jahr besonders zu schmücken und somit einladender zu gestalten. „Wir sind ja auch Veranstalter“, begründet Riesel, warum er Interesse daran hat, den Besuchern einen attraktiven Weg in die Kirche zu bieten. Doch eher das Gegenteil ist eingetreten: Der Haupteingang ist nicht nur nicht besonders einladend, er ist vor allem leicht zu übersehen. „Der Gang ist schmaler als vorgesehen“, sagt Riesel gegenüber der Dewezet. Der Weg zum Portal ist keine drei Meter breit und wirkt durch die Höhe der Holzbuden beengend; das Banner über der Eingangstür, das Veranstaltungen bekannt gibt, ist kaum zu lesen. Riesels Eindruck: Das, was im Vorfeld mit dem Ordnungsamt der Stadt abgesprochen war, ist so nicht eingehalten worden – eine Einschätzung, die von der Verwaltung zurückgewiesen wird.

„Die Hütte steht exakt an der Stelle, an der sie laut Plan vorgesehen war“, sagt der Sprecher der Stadt Hameln, Thomas Wahmes. Was Riesel noch sagt – dass die Hütte gut einen Meter nach links hätte versetzt werden können – gesteht Wahmes allerdings ein: „Wir haben festgestellt, dass Richtung Norden noch etwas Luft gewesen wäre.“ Erkannt wurde das jedoch „nach Aufbau der Hütte und anschließender Prüfung durch die Feuerwehr“. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt mit dem Betreiber derselben Hütte Ärger wegen der Buden-Ausmaße und der geschlossenen Bretterwand, die damals den Mitarbeitern vom Bekleidungsgeschäft „family“ den Blick komplett versperrt hatte.

Zwar ärgert Riesel sich über den offenbar unnötig engen und versteckten Weg in die Kirche. Doch die Kooperation mit dem Ordnungsamt, nachdem das Malheur passiert ist, klappe gut. „Wir versuchen jetzt, das Beste draus zu machen“; dazu gehört, die Veranstaltungsplakate an einer anderen Stelle platzieren und das Werbebanner höher hängen zu können. Wahmes Quintessenz für die Stadt und die künftige Zusammenarbeit klingt so: „Sollte die Hütte im nächsten Jahr wieder zugelassen werden und wieder denselben Standplatz erhalten, wäre es möglich, den Zugang zur Marktkirche breiter zu gestalten“.

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