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Hameln plant spezielle Stellflächen

Komfortparken für Senioren

HAMELN. In der Hamelner Altstadt sollen sechs spezielle Parkplätze für Senioren entstehen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Die in der Baustraße, am Posthof und in die Neuen Marktstraße aufzustellenden Schilder seien als Appell zu verstehen, die Stellflächen Menschen zu überlassen, die darauf angewiesen sind.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 17:37 Uhr

Baustraße: Aus drei engen Parkbuchten werden zwei Komfort-Parkplätze für „Menschen mit Bewegungseinschränkungen“. Foto: Dana
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Opa mit Hut, Oma mit Dutt, beide mit Krückstock, aber doch liebevoll Hand in Hand: Sie werden den Hamelnern und den Besuchern der Stadt künftig wohl öfter begegnen. Das Piktogramm neben weißem P auf blauem Grund soll – so ein Vorschlag der Verkehrsplaner im Rathaus – auf Autostellflächen hinweisen, die deutlich breiter als üblich sind. Diese „Komfortparkplätze“, die in drei Altstadtstraßen teilweise nach dem Motto „aus drei mach zwei“ eingerichtet werden sollen, tragen nicht der Tatsache Rechnung, dass viele Autos immer voluminöser werden, was das Aus- und Einsteigen selbst für Superschlanke zur Tortur werden lassen kann. Hier geht es um „Menschen mit Bewegungseinschränkungen“, wie es etwas unscharf formuliert ist. Im Blick haben die Mitarbeiter der Stadt dabei nicht die Behinderten mit speziellem Ausweis, für deren Autos es ja ausgewiesene Plätze am Straßenrand und in den Parkhäusern gibt, sondern diejenigen, die einfach nur viele Jahre auf dem Buckel, dadurch an Wendigkeit verloren haben und mehr Platz als bisher allgemein zugestanden beim Einparken und Aussteigen benötigen. „Seniorenfreundliche Parkplätze“ sollen entstehen – der Beschluss hierfür liegt schon zweieinhalb Jahre zurück.

Es handelt sich um einen Vorschlag des Arbeitskreises „Parkraumkonzeption Innenstadt“, dem Vertreter des Einzelhandels, des Tourismus, der Stadtverwaltung sowie – als Parkplatzbetreiber – der Stadtwerke angehören. Die in der Baustraße, am Posthof und in die Neuen Marktstraße aufzustellenden Schilder sind als Appell zu verstehen: „Die Verwaltung rechnet mit der Freundlichkeit und Freiwilligkeit der Hamelner Bürger“, heißt es. Es ist also nicht vorgesehen, dass Politessen die Gebrechlichkeit der Parkplatzbenutzer überprüfen und im Falle von zu großer Fitness Knöllchen verteilen. Vielmehr soll es so laufen wie bei ausgewiesenen Frauen- oder Familienparkplätzen: unkompliziert über die Einsicht und die Scham.

Das Umpflastern und die Beschilderung für die sechs Seniorenparkplätze werden mit rund 7500 Euro zu Buch schlagen. Durch Wegfall von zwei Stellflächen rechnet die Stadt mit einer Mindereinnahme von 3000 Euro pro Jahr.

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Ihr Konzept werden die Verwaltungsvertreter am Donnerstag, 8. März, dem Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorstellen. Das Gremium tagt ab 16 Uhr im Energietreff der Stadtwerke (Hafenstraße).



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