weather-image
22°

Sanierung oder Neubau? CDU setzt beim Rathaus auf beides

Kombination aus Alt und Neu

HAMELN. Neubau? Kernsanierung? Teilabriss? Über die Zukunft des Rathauses wird seit Jahren gestritten. Seit der Wahl im September kommt keine der vorgeschlagenen Varianten auf eine Mehrheit. Nun bringt die CDU eine weitere Möglichkeit ein: Eine Kombilösung aus Teilsanierung und Teilneubau am Rathausplatz.

veröffentlicht am 13.01.2017 um 13:01 Uhr
aktualisiert am 16.01.2017 um 18:34 Uhr

Ein Neubau am Rand des Rathausplatzes (schraffierte Fläche)? Diese Variante bringt die CDU nun ins Spiel. Foto: Dana
Michael Zimmermann

Autor

Michael Zimmermann Volontär zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Direkt am Kastanienwall soll demnach zunächst ein länglicher Neubau entstehen. Wenn dieser fertiggestellt sei, könnten die Mitarbeiter aus dem alten Langbau dort einziehen und dieser kernsaniert werden. Anschließend könnten dann das frei gewordene Hochhaus ganz oder teilweise abgerissen und der Zwischentrakt ergänzt oder umgebaut werden, heißt es im Antrag, den die Fraktion CDU/DU am Freitag einreichte.

Im Zuge dessen solle auch der Rathausplatz als „städtebauliches Quartier“ neu entwickelt werden. „Wenn man heute mit offenen Augen über den Platz geht, liegt es auf der Hand, dass es nicht mehr so bleiben kann“, erklärt Daniel Schimanski, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von CDU/DU. Der Platz sei stark sanierungsbedürftig und auch optisch in die Jahre gekommen. Auch der Eingang zum Bürgergarten könne einladender sein. Mit einem „ganzheitlichen Konzept“ solle der Rathausplatz deshalb einen „Erlebnis- und Treffpunktcharakter“ erhalten, der über den Wochenmarkt hinausgehe. So müssten unter anderem sowohl das Theater als auch das Weserberglandzentrum komplett barrierefrei gestaltet und die Zugänge zur Tiefgarage zusammen mit den Stadtwerken überplant werden. Das Ziel sei auch, den Wochenmarkt „zu stärken, weiterzuentwickeln und abzusichern.“

Im neu gebauten Teil des Rathauses sollen vor allem die Abteilungen untergebracht sein, die am meisten im Kontakt mit den Bürgern stehen, sagt Thorsten Sander, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung. Dazu gehörten zum Beispiel das Bürgeramt und die Wohngeldstelle, aber auch ein barrierefreier Sitzungssaal und Besprechungsräume. „Der Neubau soll ein ‚Bürger-Rathaus‘ werden“, so Sander. Damit die Anbindung an die Altstadt weiterhin bestehen kann, soll im Erdgeschoss des Neubaus ein offener Durchgang entstehen.

Die neue Idee soll, so die Hoffnung der Christdemokraten, im Rat „eine breite demokratische Mehrheit“ finden. Während sich die Ratsgruppe aus SPD, Grünen und Linken klar gegen den Neubau und für eine Kernsanierung des alten Rathauses sowie eine erweiterte Nutzung des Hochzeitshauses ausgesprochen hatte, favorisierte die CDU/ DU-Fraktion bisher immer die Neubauvariante. Diese sei eindeutig wirtschaftlicher und biete deutlich mehr Funktionalität, so Schimanski. Einziges Problem: Man habe keine optimale Lösung für den Standort gefunden. Mit den von der Verwaltung ins Spiel gebrachten Standorten habe man sich nicht anfreunden können: Am 164er-Ring müssten zu viele Bäume gefällt werden und auch der Bürgergarten, das Gelände der Linsingen-Kaserne und der Rathausplatz selbst seien keine wirkliche Option. Inzwischen sei man sich aber sicher, dass der derzeitige Standort grundsätzlich der richtige sei: „Das Rathaus gehört an die Altstadt angebunden“, sagt Daniel Schimanski nun.

Mit dem Antrag, der frühestens im Februar im Stadtentwicklungsausschuss beraten werden kann, soll die Verwaltung beauftragt werden, nach Ermittlung des Raumbedarfs ein Konzept für den Neubau am Rande des Rathausplatzes zu erstellen und weitere Standorte nicht mehr weiterzuverfolgen.

Der neue Vorschlag biete eine Lösung, die sowohl für die Bürger als auch für die Verwaltungsmitarbeiter gut sei, ist Schimanski sicher. Im Gegensatz zu einer Kernsanierung sei hier keine teure Zwischenlösung nötig, das Geld könne man stattdessen in das „Quartierskonzept stecken“, für das möglicherweise sogar Fördermittel abgerufen werden könnten. Schimanski und Sander gingen davon aus, dass die Gesamtkosten unter denen für eine komplette Sanierung lägen – schließlich sei das Hauptproblem dabei das Hochhaus, das sowohl technisch als auch in Sachen Brandschutz, Barrierefreiheit und Fluchtwege gewaltigen Bedarf habe.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?