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Schwarz-Grün lehnt FDP-Antrag ab / Postbanksprecher berichtet von Standort-Bekenntnis

„Können nicht wie Aasgeier im BHW einfallen“

Hameln (HW). „Das wäre ein falsches Signal an den größten Arbeitgeber Hamelns.“ Claudio Griese (CDU), Sprecher der aus Christdemokraten, Grünen und Unabhängigem bestehenden Mehrheitsgruppe im Rat, hat dem Dringlichkeitsantrag der FDP eine Absage erteilt. Die Liberalen wollen die Verwaltung beauftragt wissen, mit der Postbank Gespräche aufzunehmen, um das Rathaus in den Räumen des BHW-Gebäudes an der Hamelner Lubahnstraße (wir berichteten) zu integrieren. Dabei solle laut FDP-Fraktionschef Hans Wilhelm Güsgen geprüft werden, „ob durch Miete oder Kauf auch eine Dauerlösung zu erreichen ist“.

veröffentlicht am 06.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 02:21 Uhr

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Griese zeigt sich über den Vorschlag der Liberalen zudem „ein bisschen irritiert“, dass gerade jetzt das BHW-Gebäude ins Gespräch gebracht wird. „Auch wenn es räumlich Überkapazitäten geben sollte, können wir nicht wie Aasgeier im BHW einfallen und den Mitarbeitern suggerieren, dass wir sie aus Hameln vertreiben wollen. Das ist wenig zielführend“, erklärte der CDU-Politiker gestern auf Anfrage und betonte: „Mit dem Vorschlag kann ich mich nicht anfreunden.“

Auch Grieses Stellvertreterin Ursula Wehrmann hält von dem FDP-Antrag „gar nichts“. Die Grünen-Fraktionschefin fürchtet zudem immense Kosten, die investiert werden müssten, weil im BHW-Gebäude fast ausschließlich Großraumbüros existierten. „Da ist die Idee mit dem ehemaligen LZB-Gebäude schon besser“, sagte sie. Auch die mit dem Abzug der Briten frei werdende Linsingen-Kaserne könne als Verwaltungs-Domizil in Betracht kommen. Wehrmann: „Für mich ist der FDP-Antrag keine Alternative. Genauso wenig wie eine Sanierung des maroden Rathauses für acht bis zehn Millionen Euro. Da muss es noch intelligentere Lösungen geben.“

Volker Brockmann ist zwar von der FDP-Idee ebenfalls nicht begeistert, meint aber: „Grundsätzlich darf es kein Denkverbot geben.“ Der SPD-Fraktionschef warnte aber davor, die Behörden über die Stadt zu verteilen: „Das ist nicht bürgerfreundlich.“

Auch bei der Postbank, die das BHW-Gebäude betreibt, war gestern die Überraschung groß. „Wir haben erst am Mittwoch eine Betriebsversammlung gehabt, bei der ein deutliches Bekenntnis zum Standort Hameln abgegeben worden ist. Es besteht deshalb keine Notwendigkeit, dass sich jemand in absehbarer Zeit Gedanken über das Gebäude macht“, erklärte Unternehmenssprecher Rüdiger Grimmert. Sollten seitens der Stadt Hameln Anfragen kommen, würden sie von der Postbank entsprechend beantwortet werden.

Der Vorschlag der Liberalen, das Rathaus im BHW-Gebäude zu integrieren, findet kaum Unterstützung.

Foto: Dana



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