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Feriencard des FiZ bietet über 200 Aktionen für jeden Geschmack und Bedarf

Kochen, Kunst und Kanufahren

Hameln. Rund 200 Milliarden Euro gibt die Bundesregierung Jahr für Jahr für ihre 156 familienpolitischen Maßnahme aus, vom Kindergeld bis zum sogenannten „Kindererziehungsergänzungszuschlag“. Dass die effektivsten Maßnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber häufig jene sind, die nicht mit horrenden Summen in Berlin, sondern vor der eigenen Haustür geschmiedet werden, dafür ist die Einrichtung „Familie im Zentrum“ (FiZ) ein Paradebeispiel: Seit den 1970er Jahren sorgt die Stadtverwaltung mit der Feriencard, die zu Anfangszeiten noch Ferienpass hieß, dafür, dass bei Hamelns Kindern in den Schulferien nicht nur keine Langeweile aufkommt, sondern sich auch eine Betreuungslücke schließt. Denn nicht jedes berufstätige Elternpaar kann den ganzen Jahresurlaub in die Sommerferien des Nachwuchses legen.

veröffentlicht am 04.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:37 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Was einst als Ferienwanderung startete und sich nach und nach auch zur Ganztagsbetreuung zunächst für die ersten drei Wochen der Sommerferien mauserte, ist heute ein buntes, abwechslungsreiches und vor allem nicht mehr wegzudenkendes Programm mit über 200 Aktionen, welche die Stadt Hameln selbst oder in Kooperation mit mehr als 40 Vereinen und Verbänden aus der Region durchführt.

Vom, wie der für die Programmzusammenstellung zuständige Jürgen Fechow es nennt, „kleinen Angebot“ wie beispielsweise einem Vormittag mit Acrylmalerei in der Malschule Rita Kurz in Holtensen, bis zum gesicherten Ganztagsangebot für jeden einzelnen Tag der Ferien: Für jeden Geschmack und jeden Bedarf ist im Feriencard-Programm 2013 etwas dabei.

Neu in diesem Jahr: Die Ganztagsaktionen, die eine längerfristige Betreuung ermöglichen, sind bereits seit Januar sowohl persönlich und telefonisch als auch online buchbar. „Das war ein Wunsch vieler Eltern, die zu Jahresbeginn ihren Urlaub mit dem Arbeitgeber absprechen müssen und dafür eine gewisse Sicherheit brauchen, dass, ob und wann ihre Kinder in guten Händen sind“, berichtet FiZ-Mitarbeiterin Julia Kraaz. Dementsprechend groß war die Nachfrage bereits zum Start des Anmeldezeitraumes. „Es sind aber immer noch genügend Plätze frei“, sagt Kraaz.

Ebenfalls ganz neu ist die „Abenteuerwoche in Hameln“: „Die Pubertät verlangt einfach eine andere Art der Betreuung“, erklärt Marlies Rißmann vom Jugend- und Seniorenbüro der Stadt Hameln. Während die Erlebnisferien auf dem Finkenborn für die Acht- bis Zwölfjährigen also weiterhin bestehen, bietet das FiZ für die Altersklasse der 11- bis 13-Jährigen in diesem Sommer erstmals eine ganze Woche mit Klettern, Kanu- und Radtouren, mit Übernachtungen auf dem Bauernhof und weiteren Abenteuern an. Kinder von acht bis zwölf Jahren können sich im Rahmen der „Kunstprojektwoche“ vom 29. Juli bis 2. August kreativ betätigen: Im „Regenbogen“ werden aus Gips, Draht, Farbe, Kleister und allem, was Keller, Dachboden oder Garten sonst hergeben, unter Anleitung einer Künstlerin Figuren gebastelt und bei einer „Vernissage“ ausgestellt. Wer lieber seine Seemannsbeine testen und sich im Knüpfen von Seemannsknoten üben will, kann die Zeit vom 4. bis 6. Juli auf dem ehemaligen Minensuchboot „Pluto“ der Marinekameradschaft Hameln verbringen.

Von Highlights im Programm will das FiZ-Team nicht sprechen; im Grunde, so Fechow, stecke die Informationsbroschüre der Hamelner Feriencard 2013 voller Highlights. Allein der Anmeldestart am Samstag, 8. Juni, um 10 Uhr sei eines: Bei einer Feier mit Livemusik, Essen und Kinderaktionen kann ein erstes Kennenlernen zwischen Eltern, Kindern und Betreuern stattfinden. Gleichzeitig wird die Online-Anmeldung freigeschaltet.

Die Informationsbroschüre der Feriencard erreicht alle Hamelner Haushalte mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren auf dem Postweg und liegt in öffentlichen Einrichtungen in der Stadt aus. Und es ist abrufbar im Internet unter der Adresse www.feriencard.hameln.de

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