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Knatsch vor der Grenzbeziehung

veröffentlicht am 23.09.2009 um 18:51 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (wul). Noch im April schien die Welt im Verein für grenzbeziehung und Heimatpflege in Ordnung gewesen zu sein: Da hatte Major Wolfgang Bienert zur 304. Grenzbeziehung eingeladen, bei der am Samstag wieder Hunderte von Hamelnern mitlaufen. Doch es hat Knatsch gegeben hinter den Kulissen im rund 650 Mitglieder starken Heimatverein.
 Folge des Kraches: Bienert hat seine Major-Uniform, die er beim Marsch hätte tragen sollen, an den Nagel gehängt; die, die sonst als Kanonengruppe mit den großen Böllern anrückten, werden diese Aufgabe nicht wahrnehmen, und auch die, die sonst als „Schaffer“ für Ordnung sorgen, nicht in offizieller Montur in Erscheinung treten. Unstimmigkeiten hat es offenbar zwischen dem Präsidenten Horst Töneböhn und der Vereinsgruppe „Grenzbeziehung“ gegeben.
 Ob die Gruppe dauerhaft ausschert, hängt laut Bienert von Töneböhn ab. „Er müsste sich entsprechend äußern“, sagt Bienert, ohne genauer zu sagen, ob es sich dabei um eine Entschuldigung handeln müsste oder eine andere Art der Äußerung. Was genauvorgefallen ist, wollte Bienert nicht sagen, auch wolle er die Grenzbeziehung nicht gefährden, fügt er hinzu. Nur so viel: „Es hat ein Vorkommnis gegeben.“
 Davon und von „Differenzen“ will der Präsident nichts wissen. „Ich weiß nicht, was die meinen“, sagt Töneböhn auf Anfrage, „da ist nichts vorgefallen“, um jedoch später zu erklären, dass es ja „immer unterschiedliche Meinungen zwischen Vorstand und Mitgliedern gibt, auch in anderen Vereinen“. Wenn der Vorstand Beschlüsse fasse, dann könne nicht die Gruppe was anderes entscheiden, spricht Töneböhn weiter, ohne jedoch konkreter zu werden. Da werde man drüber reden, im November bei der Sitzung des Beirates und im April bei der Jahreshauptversammlung, aber jetzt stehe die Grenzbeziehung an. Die Aufgaben der eigentlichen Grenzbezieher hat er offenbar mit anderen Personen besetzen können.
 „Wir haben wieder eine kleine Kanonengruppe, und auch Fahnenträger sind dabei“, so Töneböhn. Kurzum: „Wir haben alles im Griff. An der Grenzbeziehung gibt es nichts zu rütteln“, betont der Präsident. Gerichtet an Bienerts Gruppe, fügt er hinzu: „Es sind alle herzlich eingeladen, mitzugehen.“ Der eine oder andere wolle das laut Bienert wohl auch tun, allerdings in Zivil.



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