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Bürgermeister reagiert sauer auf Kritik aus den eigenen Reihen / „Ihr könnt mich ja jetzt aus der Partei ausschließen“

Knatsch in der SPD: Herbert Rode verlässt Versammlung

Hameln (fn). Bürgermeister Herbert Rode (SPD) hat Kantsch mit den eigenen Genossen. Während der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins im Hotel „Stadt Hameln jedenfalls verließ er nach kurzen und heftigen Wortgefechten den Saal mit der Bemerkung: „Ihr könnt mich ja jetzt aus der Partei ausschließen.“

veröffentlicht am 29.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 04:41 Uhr

H. Rode
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Hintergrund war offensichtlich die Wortmeldung von Helmut Bläsche, der, vermutlich im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Fußgängerzone, mehr „Demokratieverständnis und Toleranz gegenüber Andersdenkenden“ gefordert hatte. Es gehe ihm um die Art des Umgangs untereinander, auch in mündlicher Weise. „Das darf so nicht sein. Wir müssen uns einbringen können“, forderte Bläsche in Richtung des Bürgermeisters.

Offenbar hatte ohenhin nicht jeder Sozialdemokrat während der Mitgliederversammlung genügend Sitzfleisch. Als der Vorsitzende Werner Sattler dem Neumitglied Dietmar Krawietz freudig dessen Parteibuch überreichen wollte, war der schon unbemerkt gegangen, Sattler musste die Neuaufnahme verschieben.

Der SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Bernd Lange, ging in seinem Referat auf die Arbeit im europäischen Parlament ein und schwor die Sozialdemokraten auf die bevorstehende Europawahl ein. „60 Prozent der Gesetze kommen aus der Brüssel. Dies ist ein Grund, sich mit der EU auseinanderzusetzen. Deshalb sollten wir Europa mitgestalten“, so Lange. Ferner verwies er auf das momentan starke Lager der Konservativ-Liberalen und merkte an: „Wir müssen die EU wieder ein Stück nach links verschieben. Dazu sind wir zurzeit gut aufgestellt.“ In Bezug auf „Die Linke“ meinte der Spitzenkandidat: „Was Lafontain sagt, ist skandalös. Die dürfen da nicht hin!“ Sattler versprach Lange zur Wahl „den nötigen Rückenwind aus Hameln“. Seinem Jahresbericht zufolge zählt der Ortsverein Hameln 525 Mitglieder, ein leicht rückläufiger Bestand, wobei aber auch 14 Neue den Weg zur SPD fanden. Sattler forderte seine Genossen auf, weitere Parteifreunde zu gewinnen. Helfen dabei soll „der rote Georg“, eine künstlerisch gestaltete Ratte, die jeder für drei neue Mitglieder erhält.



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