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Positive Projektbilanz nach einem Jahr

„Knast ist uncool“ – aber wie lange noch?

Afferde (git). „Das Prinzip des Wachrüttelns und des Aufzeigens von sinnvollen Alternativen hat funktioniert“, lautet das Fazit nach einem Jahr „Knast ist uncool“, das vor Kurzem beim Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008 als einziges Projekt in Niedersachsen als „vorbildhaft“ ausgezeichnet worden war. Nach 12 Monaten Präventionsarbeit mit Jugendlichen aus Afferde ziehen die Verantwortlichen Monika Koschany und Michael Karin vom Caritasverband Hameln-Holzminden eine positive Bilanz. Unter den 60 geladenen Gästen der Geburtstagsveranstaltung in der St. Monikakirche waren Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft Celle, des Justizministeriums und des Landespräventionsrates.

veröffentlicht am 13.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 22:21 Uhr

M. Koschany
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Für den musikalischen Rahmen des Tages sorgte die

Bluesband „B.B & the Blueshacks“.

„Vor einem Jahr haben wir uns gefragt: Wird es gelingen, den gefährdeten Jugendlichen andere Verhaltensmuster im Umgang mit Frust, Langeweile und Zerstörungswut zu vermitteln?“, führte Monika Koschany aus. Mittlerweile beteiligten sich durchschnittlich 30 Jugendliche, davon bis zu sechs Inhaftierte der Jugendanstalt Hameln, die sich zu gemeinsamen Aktivitäten treffen. „Dabei entwickeln sich die gewünschten Gespräche“, erklärte der Justizvollzugsbeamte Eric Schulze, der neben Niklas Fiebig ehrenamtlich auch im Team dabei ist.

Am Anfang sei die Skepsis groß gewesen: „Was wollen die Knackies denn hier?“, habe es geheißen. Aber die Inhaftierten hätten immer wieder versucht, deutlich zu machen, dass es im Knast uncool ist. „Viele der Jugendlichen hatten eine völlig falsche Vorstellung vom Knastleben“, so Koschany. Heute würden ganz selbstverständlich gemischte Gruppen beim Fußballturnier gebildet. Auch das gemeinsam einstudierte Theaterstücks „Willkommen im Knast“ gehöre dazu. Nicht nur die Afferder profitierten, sondern auch „für die Inhaftierten ist es eine Möglichkeit für eine gute Entlassungsvorbereitung“.

Bei aller positiver Bilanz: Die Verantwortlichen blicken jedoch mit Sorge in die Zukunft, denn die Förderung über den Landespräventionsrat läuft zum Jahresende aus.



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