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Etappe der „Tour de Verkehrswende“

Klima-Radler machen Druck – auch in Hameln

HAMELN. Der Bau von 80 Metern Radweg am Bürgergarten hatte kürzlich in Teilen der Hamelner Einwohnerschaft großes Unverständnis ausgelöst – am Mittwochabend endete genau an jener Stelle die Tagesetappe der „Tour de Verkehrswende“.

veröffentlicht am 25.08.2021 um 18:28 Uhr

Marc Fisser

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Reporter zur Autorenseite

Ein breites Bündnis von Klima- und Umweltschützern, Fahrradverbänden und weiteren Institutionen für einen nachhaltigen Verkehr hatte sich am Wochenende in Essen auf den Weg gemacht, um unter dem Motto „Ohne Kerosin nach Berlin“ der Bundesregierung Forderungen zu überbringen. In ihrer „Verkehrswendebotschaft aus Paris“ verlangen die rund 40 Teilnehmer und die Organisatoren – darunter aus Hameln Fridays for Future, Parents for Future und BUND – den zügigen und intensiven Ausbau sauberer Mobilität und ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen.

Nach dem Vorbild von Paris – wo das internationale Klimaschutzabkommen geschlossen wurde – pochen sie auf die Reduzierung von Feinstaub und Lärm und die Verbesserung der Lebensqualität. Das lasse sich durch den beschleunigten Ausbau von Fuß- und Radwegen und die dadurch bewirkte Reduzierung des Autoverkehrs erreichen.

„Paris steht inzwischen nicht nur für ein globales Klimaabkommen, sondern auch für eine Verkehrswende, die politisch möglich und praktisch umsetzbar ist“, sagt Ragnhild Sørensen vom Verein Changing Cities. „Ein Weiter-so bedeutet, dass unsere Kinder in einer ungemütlichen Welt aufwachsen werden.“

Die Teilnehmer der „Tour de Verkehrswende“ setzten sich für Klimaschutz und lebenswerte Städte ein.

Die Verfechter der ökologischen Verkehrswende waren am Mittwochmorgen in Bielefeld gestartet. Sie werden nach der Nacht im Töneböncamp gen Hannover weiterradeln.

In Hameln wurden sie durch Bürgermeisterin Karin Echtermann (SPD) und Rattenfänger Michael Boyer offiziell begrüßt. Echtermann betonte, dass es in der Weserstadt beim Ausbau des Radverkehrs „langsam, aber stetig“ vorangehe. Hemmnisse seien die Kosten und der Mangel an Personal bei den Planern und Tiefbauern. Besonders stolz sei die Region auf ihren Busverkehr mit Monatstickets zu 25 und 35 Euro; die jährlich 10 Millionen Euro Zuschuss aus der Kreiskasse „sind es uns wert“..

Termin: Ein zweiter Radlertrupp mit selber Zielsetzung wird am Mittwoch, 1. September, in Hameln erwartet: Students for Future kommen gegen 16 Uhr am Torbayufer an.

Weitere Informationen: https://changing-cities.org/



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