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Wenig Schokolade für Mali

KlimAkademie bringt Grundschülern den Klimaschutz nahe

HAMELN. Geopolitik ist manchmal ganz einfach zu verstehen: Zumindest, wenn die Einkommensungleichheit auf der Welt mithilfe von Schokolade versinnbildlicht wird. Der Junge aus Mali bekommt nur ein Stückchen, der aus Deutschland fast eine ganze Tafel – dass das nicht gerecht ist, versteht auch ein Grundschüler. Bei der „KlimAkademie“, die am Donnerstag in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums von KliMotion und der Klimaschutzagentur Weserbergland veranstaltet wurde, beschäftigten sich 60 Schüler der vierten bis sechsten Klasse mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels und der weltweiten Ungleichheit hinsichtlich des Einkommens und des Anteils am Klimawandel.

veröffentlicht am 17.08.2017 um 20:31 Uhr

Moderne Alternative zur fossilen Energieerzeugung: Ada Philippi, Baran Bulut und Lotta Lemke lernten, wie eine Dampfmaschine und ein Windkraftwerk funktionieren. Foto: jsp
Jens Spickermann

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Durch Workshops, Bastelaktionen und Rollenspiele lernten die Kinder, warum der Treibhauseffekt die Menschen und die Natur bedroht und wie jeder Einzelne ihn durch sein eigenes Verhalten bremsen kann. „Wir haben uns entschieden, dass wir mehr klimafreundliche Sachen nutzen wollen“, sagt Teilnehmer Henry Troche, nachdem er erfahren hat, dass die Pole abschmelzen und erst kürzlich wieder ein riesiger Eisbrocken in der Antarktis abgebrochen ist.

Fragen wie: „Welches Verkehrsmittel verbraucht am meisten CO2?“ sollten die Schüler in den Workshops beantworten, um statt trockener Zahlen hinterher die Auflösung anschaulich präsentiert zu bekommen: Anhand zugeschnittener Plastikbänder erfuhren Sie, wie weit sie mit Flugzeug, Bahn oder Auto pro halbem Gramm Kohlenstoffdioxid-Ausstoß kommen könnten.

Schwierige Sachverhalte anschaulich vermitteln und das Handeln der Kinder im Alltag verändern, das ist das Ziel, das sich die Veranstalter gesetzt haben. Jeder müsse nur kleine Dinge tun oder unterlassen, um in der Summe viel zu bewirken, sagt Organisator Dorian Merten.

Um das zu verinnerlichen, sollten die Kinder selbst alternative Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Mal das Fahrrad zu nutzen, statt sich von den Eltern chauffieren zu lassen oder Saisonobst statt exotische Früchte zu essen, sind kleine Verhaltensänderungen, die sie selbst leisten können, entschieden die Teilnehmer.

„Die Kinder hinterfragen viel“, sagt Organisatorin Leonie Grothues. Manche von ihnen wüssten mehr, manche weniger über den Klimawandel, aber das Interesse sei bei den meisten vorhanden. Wichtig sei es, sie so früh wie möglich für das Thema zu sensibilisieren.

Zum Abschluss der Veranstaltung, bei der die Schirmherrin Gabriele Lösekrug-Möller und die Vertreter des AEG, des Vikilu, der Hamelner Stadtverwaltung und der Sponsoren in der Aula Grußworte sprachen, unterzeichneten die Teilnehmer feierlich eine Vereinbarung, sich zukünftig gegen die Erderwärmung zu engagieren. Sie dürfen sich jetzt offiziell „Klimaschützer“ nennen.



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