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Acht Schauspiel-AGs zeigen beim Kinder- und Jugendtheaterfestival, was sie können

Kleine Künstler auf der großen Bühne

HAMELN. Aufgeregtes Getuschel hinter dem Vorhang, ein kleiner Schatten huscht über die Bühne, Gekicher und Geschrei im Publikum – schnell wird klar: Das ist keine gewöhnliche Theateraufführung. Denn diesmal sind die Darsteller keine Profis, sondern Kinder aus dem Weserbergland. Beim Kinder- und Jugendtheaterfestival „Das Gelbe vom Ei“ übernehmen Schüler aller Altersklassen für zwei Tage lang die Bühne des Theaters Hameln.

veröffentlicht am 13.06.2016 um 20:16 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

von Johanna Lindermann
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„Für die Theater-AGs ist dies meist die einmalige Gelegenheit, ihre Werke im professionellen Umfeld und vor großem Publikum aufzuführen“, erläutert Dramaturgin Ilka Voß – und was für einen Unterschied das macht, wurden den Kindern schnell klar. „Das ist ja etwas ganz anders als auf einer kleinen Bühne“, staunt Jayla (10) aus Bad Münder.

Klassisches Theater gemischt mit neuen Medien

Die Auswahl der Stücke ist hierbei so bunt und unterschiedlich wie ihre Darsteller. Von spannenden Abenteuern in Raum und Zeit über altbekannte Kindergeschichten bis hin zu Klassikern der deutschen Literatur ist alles vertreten.

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  • Die Elftklässler des Gymnasiums Holzminden ... Foto: jli
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  • ... bauten moderne Technik in Schillers „Räuber“ ein. Foto: jli

Nach einem kurzen Besuch bei Radio Aktiv, wo eine Live-Sendung stattfand und einige Kinder und Jugendlichen von ihren Stücken erzählen konnten, hatte das ungeduldige Warten für die kleinen Schauspieler um kurz vor zehn Uhr ein Ende: Die Aufführungen begannen.

Den Anfang machte in diesem Jahr die Grundschule Bad Münder mit einer Neuinszenierung des „Zauberers von Oz“, die klassisches Theater durch Musical-Elemente und kurze Filmsequenzen ergänzte. Darauf folgte „Der Regenbogenfisch“ von der Grundschule Hameln-Rohrsen, eine farbenfrohe Zusammenarbeit der Theater AG und des Schulchors.

Den Schlusspunkt bei den jüngsten Schauspielern setzte die Grundschule Hessisch Oldendorf, die den Zuschauer in dem Stück „Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine“ mit auf ein aufregendes Abenteuer nahm.

Für die Zweit- bis Viertklässler aus Bad Münder war das Theaterfestival ein schönes Erlebnis. „Es war super, dass uns so viele Menschen zugesehen haben“, darin sind sie sich nach ihrer Aufführung einig. Trotzdem sei es ein wenig ungewohnt gewesen, vor einem so großen Publikum zu spielen.

Im Anschluss daran folgten die Darbietungen der älteren Schüler. Im Rahmen des Seminarfaches „Darstellendes Spiel“ zeigten die Elftklässler des Gymnasiums Holzminden einen Teil aus Friedrich Schillers „Die Räuber.“ Durch den Einsatz von Handys und Laptops versetzten sie das Sturm-und-Drang-Stück in die Moderne.

„Eine solche Vorführung ist immer gut, um Erfahrungen zu sammeln“, erzählt Timo Schünemann, der die Hauptrolle des Moritz Spiegelberg verkörperte. Sedef Ceylan, die hinter den Kulissen mitwirkte, ergänzt: „Es ist eben doch nicht mit einer Probe zu vergleichen.“ Neben dem gestrigen Auftritt im Theater Hameln hat das Ensemble bereits eine größere Aufführung in der Stadthalle Holzminden hinter sich, eine weitere folgt im Herbst.

Mit „Rebecca“, einem Stück über den rätselhaften Tod einer Adligen an der Côte d‘Azur, schlossen die Schüler des Viktoria-Luise-Gymnasiums den ersten Tag des Theaterfestivals ab.

Zweiter Festivaltag findet heute statt Das Publikum von morgen ins Theater bringen – das ist einer der Grundgedanken hinter dem Kinder- und Jugendtheaterfestival, wie Theaterpädagogin Alena Nötzel erklärt. Und diese Idee gehe durchaus auf, das Interesse fürs Theater werde bei den jungen Schauspielern in der Regel geweckt. „Die Aufführungen für Kinder im regulären Spielplan sind danach meistens ausverkauft“, sagt Nötzel.

Heute sind von 8.30 bis circa 11.30 Uhr die Stücke „Prinz Hamlet“ des Viktoria-Luise-Gymnasiums, „Dornrösschen – mal anders“ des Otto-Hahn-Gymnasiums Springe sowie „Gefühlschaos auf Deltatron“ der Theaterklasse des Gymnasiums Bad Nenndorf zu sehen. Die Aufführungen der fünften bis siebten Klassen dauern jeweils etwa 30 Minuten, der Eintritt ist frei.



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