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Eigentlich ist sie von zierlicher Statur und damit eher ein Leichtgewicht. Und doch gilt Brigitte Niemeyer in Hameln und Umgebung zu Recht als Schwergewicht, das seine profunden Kenntnisse der Kommunalpolitik und ihrer Hintergründe viele Jahre lang in der Redaktion der Dewezet eingebracht hat. ¦o gut informiert, so kritisch sie stets war – ihre Bemerkungen zu Überschriften in den täglichen Konferenzen waren teilweise geradezu gefürchtet. Wobei die Redaktion fast immer einsehen musste, wie richtig sie meistens lag, macht ihr doch in Sachen Grammatik und Interpunktion so schnell keiner etwas vor. Zum Ausgleich aber schaffte sie es praktisch nie, Überschriften über ihre eigenen Texte bis zur Spätkonferenz fertigzustellen, sämtlicher Bitten der Chefredaktion zum Trotz. Aber nicht nur die, sondern wir alle werden die langjährige Lokalredakteurin vermissen, wenn sie mit dem heutigen Tag in den Ruhestand geht. Zum Abschied gab’s gestern noch zwei von Kollegen gestaltete Zeitungsseiten mit zahlreichen Anekdoten. Und so ganz brauchen die Kollegen auf die Beiträge von „ni“ vermutlich auch in Zukunft nicht zu verzichten: Sie hat nämlich versprochen, dem Journalismus als freiberufliche Autorin treu zu bleiben.

veröffentlicht am 29.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 11:41 Uhr

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Als Vivian Elsner am Freitag, 9. August 2011, morgens in Bad Essen von der Arbeit nach Hause kommt, wundert sie sich, dass ihre Terrassentür aufsteht. Während ihre beiden großen Hunde draußen im Garten liegen, fehlt von Papillon Dino jede Spur. Die Suche im Haus und im Garten verläuft ebenso ergebnislos wie das Absuchen der näheren und weiteren Umgebung an den nachfolgenden Tagen mit sieben Leuten. In ihrer Verzweiflung hängt Vivian Elsner Suchblätter auf, schaltet Anzeigen in Zeitungen und macht Aufrufe in diversen Internet-Foren. Doch Dino bleibt mysteriöserweise weiter verschwunden. Vier Wochen später bekommt die Halterin einen anonymen Brief, in dem jemand behauptet, er habe den Hund unglücklicherweise überfahren und anschließend einäschern lassen. Doch die Nachfrage bei den Bestattern in der Umgebung bestätigt diese Behauptung nicht, weshalb Elsner davon ausgeht, dass jemand ihren Hund gestohlen hat und auf diese Weise weitere Nachforschungen unterbinden will. Als sich dann auch noch eine anonyme Anruferin auf ihrem Anrufbeantworter meldet und sich für den Unfall entschuldigt, ist sie sicher, dass hier jemand etwas vertuschen will. Sie bittet Frank Weber, sich der Sache anzunehmen. Und der Tierschutzexperte der Sendung „Hundkatzemaus“ von VOX begibt sich auf Spurensuche, sammelt Indizien und analysiert diese mysteriöse Geschichte. Vielleicht gelingt es ja mithilfe der Zuschauer, Licht in diese dunkle Geschichte zu bringen. Ausgestrahlt wird der Spot übrigens heute um 18 Uhr. Und der Rüde, der darin die Rolle des verschwundenen Artgenossen übernimmt, kommt aus Hameln, genauer gesagt, aus Klein Berkel und gehört Züchterin Bianka Wehrhahn.

Fernsehen zum Zweiten, diesmal aber geht es um ein Kind: Robin aus Hameln beziehungsweise Bannensiek möchte „Windelkönig Niedersachsen-Bremen 2012“ werden. So jedenfalls heißt der Wettbewerb bei RTL, für den sich seine Eltern Daria Chvisevitsch und Steve Diener beworben haben. Der kleine Robin ist mit seinen 13 Monaten bereits ein echter Fußball-Fan und ebenso verrückter Fan der Kicker von Hannover 96 wie sein Vater, obwohl sein Papa glaubt, der Nachwuchs werde eher mal ein guter Torwart. Um das „beste Baby“ des Senders zu werden, müssen übrigens möglichst viele Hamelner für ihn voten, und zwar auf der Internet-Seite von RTL Nord Regional.

Und Fernsehen zum Dritten: Im Garten von Monika Hasselberg in Tündern hat ein Team des NDR in dieser Woche einen ganzen Tag lang gedreht, und zwar für das Thema „Laub in Hülle und Fülle – wohin damit?“ Gesendet wird der Beitrag am kommenden Montag um 20.15 Uhr auf N 3 im „Markt im Dritten.

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„Wann war das denn?“ – Brigitte Niemeyer mit Chefredakteur Frank Werner am Ende ihrer letzten Konferenz. Foto: Dana

Der ehemalige Hamburger Obdachlose Max Bryan, der seit Anfang des Jahres auf einem Gartenhof in der Nähe von Bad Nauheim (bei Frankfurt/M.) lebt, wird neuer Hof-Chronist des Gartenhofes Löw zu Steinfurth. Laut einem Bericht der Giessener Zeitung arbeitet der 36-Jährige schon seit längerem an einem Film über den Gartenhof, einer „Chronik von der Saat bis zur Ernte“, wie es heißt. Er würdigt damit das Lebenswerk der Freiherrin Heinke von Löw (91), die ihn vor Monaten aufnahm und seitdem fördert. Bryan, der Anfang des Jahres mit nicht viel mehr als einer Isomatte und einem Schlafsack auf dem Hof ankam, freut sich über die Herausforderung und bedankt sich mit einem symbolischen Geschenk bei seiner „Chancen-Geberin“. „Am Vertrauen wächst der Gefallene“, sagte Löw daraufhin. Der 36-Jährige hatte zwei Jahre in Hamburg auf der Straße gelebt, bevor er im November letzten Jahres die Hansestadt verließ, um per Fahrrad nach einer Wohnung zu suchen. Dabei führte ihn sein Weg auch über Hameln – eine Unterkunft wollte ihm hier allerdings niemand geben. Vier Monate und 1000 Kilometer später fand eine Frau den völlig durchgefrorenen Radfahrer auf einer Parkbank in Bad Nauheim und nahm ihn zu sich. Wochen später brachte sie ihn zu einem Gartenhof im Rosendorf Steinfurth , wo er bis heute lebt und arbeitet. Inzwischen haben Verlage und Fernsehsender angefragt, die seinen Lebenslauf einem breiten Publikum nahebringen wollen.

Großer Bahnhof für „ni“: Verleger Günther Niemeyer, Chefredakteur Frank Werner, Geschäftsführerin Julia Niemeyer und Verleger Hans Niemeyer (v.li.) verabschieden die langjährige Redakteurin Brigitte Niemeyer (M.).

Fotos: Dana

Hat auf dem Gartenhof ein neues Zuhause gefunden: der ehemalige Obdachlose Max Bryan mit seiner „Chancen-Geberin“ Heinke von Löwe.

Robin aus Bannensiek – wird er das beste Baby auf RTL?



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