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Eine ganz spezielle Erfahrung hat Herbert Bröckel, ehemaliger Stadtdirektor von Bodenwerder, bei einer Israelreise gemacht: Auf dem Weg vom Toten Meer zurück nach Jerusalem nahm er im Auto drei junge Leute mit, und als die in der Altstadt ausstiegen, drückte der findige Bröckel ihnen rasch einige Aufkleber mit dem Konterfei des Barons von Münchhausen in die Hand. Man einigte sich schließlich noch auf ein Abschiedsfoto, doch dafür wollte sich die junge Dame aus der Gruppe erst einmal etwas hübsch machen. Sprach’s, kramte in ihrem Rucksack herum und holte – eine scharfe Maschinenpistole hervor. Angesichts des selbstverständlichen Umgangs der jungen Soldatin mit ihrem Gewehr staunte der ehemalige Bodenwerderaner (er lebt jetzt in Süddeutschland) nicht schlecht, obwohl er als ehemaliger Polizist ja an solche Anblicke eher gewöhnt sein sollte als Normalsterbliche. Insgesamt, sagt er rückblickend, war trotz aller guten Laune die konfliktgeladene Stimmung im Land sehr oft zu spüren, insbesondere in den Gebieten der Palästinenser.

veröffentlicht am 18.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 00:21 Uhr

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Wer eine Travestie-Show besucht, sollte sich immer auf Unerwartetes einstellen. Und darauf, dass man manchmal einen Affen aus sich machen lassen muss. Stefan Wiedemann allerdings hatte das nicht unbedingt auf dem Schirm, als er sich im Weserbergland-Zentrum den „Zauber der Travestie“ ansah. Dort hatte eine „rassige Spanierin“ ein Auge auf ihn geworfen und ihn auf die Bühne geholt, um aus dem Zuschauer ihren Torero zu machen. Nachdem der bereitwillig die Oberbekleidung abgelegt hatte, wurde er zunächst hinter die Bühne geschickt, während vorne „Denisse“, auch die „Tante aus Alicante“ genannt, ihren Charme versprühte. Groß waren Gelächter und Gejohle der Damen im Publikum, als Wiedemann nicht als Torero, sondern als „scharfe Stefanie“ wieder auf die Bühne kam.

Bekanntlich sind ja die Piraten ausgewiesene Anhänger des Internets und sie nutzen es intensiv, wenn nicht gar exzessiv. Kein Wunder also, dass sich auch heimische Kommunalpolitiker dieser Richtung an einer Demonstration in Hannover beteiligten, mit der gegen das Urheberrechtsabkommen „Acta“ protestiert werden sollte – angeblich fürchten die Gegner dieser Regelung die Einführung einer Zensur im Netz und eine eingeschränkte Nutzung desselben. Unter den Kritikern, die in Hannover ihren Unmut zum Ausdruck brachten, war auch Torben Friedrich, Ratsmitglieder der Piraten in Coppenbrügge. Sein Plakat spricht Bände: Der Spruch darauf lautet übersetzt in etwa, dass das Internet für Pornografie da sei. Mit dieser These hat es der Nachwuchspolitiker immerhin in ein Online-Magazin geschafft. Mag man drüber denken, wie man will...

Schule einmal anders: Nach dem Erfolg des Vorjahres war die Fußballschule von Hannover 96 zu Gast im Hamelner Schiller-Gymnasium, mit dem eine Kooperation besteht. Rund 30 Kinder der Klassen 5 bis 7 konnten an diesem Wintercamp teilnehmen, 20 weitere kamen aus den Grundschulen Tündern und Wangelist sowie dem Verein „Schwalbe Tündern“. Das Training wurde dabei entsprechend dem Alter und dem Können der Teilnehmer durchgeführt, und zwar unter anderem von ehemaligen Profis. Prominentester Trainer: Christian Schreier, der 1988 den Uefa-Cup mit Bayer Leverkusen gewonnen und einmal für Deutschland gespielt hat.

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  • Mit Anlauf geht’s besser. Foto: Wal
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  • Rassige „Spanierin“: So wird aus Stefan Stefanie.
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  • Pirat pro Porno: Ratsmitglied Torben Friedrich. Foto: heise.de
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Ausgesprochen sportlich ging es in dieser Woche auch im Bürgergarten zu: Beim ersten Eisstock-Cup der Stadtwerke kämpften insgesamt 20 Teams aus Betrieben, Vereinen und Institutionen um den Sieg. Nachdem bereits am 7. Februar bei klirrender Kälte die Vorrunden ausgetragen worden waren, entschieden die Crew „Haftjacken“ mit Heinz Kamp, Nuri Yetiz, Cenk Abuska und Mohammed Charif das Finale am Dienstag für sich – eine Truppe, die übrigens auch beim Boule schon äußerst erfolgreich war. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten die Teams „Itron1“ und „Bantaba“. Herzlichen Glückwunsch! Und wer noch ein paar Runden auf Kufen drehen möchte: Das Eisvergnügen im Bürgergarten dauert noch bis einschließlich morgen. Na – dann mal los!

Herbert Bröckel (2.v.re.) und seine Zufallsbekanntschaften in Jerusalem. Angesichts des Maschinengewehrs stutzte der Ex-Bodenderderaner Stadtdirektor aber doch.

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