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Gut 40 Kinder lauschten den Ausführungen des Musikprofessors gestern Nachmittag im Hamelner Münster

„Klassik for Kids“: Justus Frantz macht Lust auf Mozart

Von Andrea Gerstenberger

veröffentlicht am 08.02.2009 um 18:54 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 12:41 Uhr

Musikbeispiele mit Werken von Mozart gab Justus Frantz bei seine
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Hameln. „Mozart war ein Wunderkind!“: Das wusste Luca Alexander Wienkoop aus der Grundschule Rohrsen schon vorher. Das dieses Wunderkind aber sogar aus so etwas Profanem wie dem Schmieren eines Butterbrotes Musik gemacht hat, das hat ihm gestern Nachmittag der berühmte Pianist Justus Frantz im Münster St. Bonifacius erklärt. Frantz, der seine Karriere 1970 unter Herbert von Karajan mit den Berliner Philharmonikern begann, hatte Grundschüler aus Hameln und Umgebung zur Probe vor dem Mozart-Konzert am Abend geladen und Birgit Albrecht von der Grundschule Rohrsen und Nadja Kletta von der Schule im Sünteltal waren mit ihren 4. Klassen gekommen.

Justus Frantz erklärte den Kids zuerst den Flügel und erzählte dann so lebendig aus dem Leben Mozarts, dass die kleinen Zuhörer andächtig lauschten und lebhaft nachfragten. Natürlich gab es auch die Musik des Wunderkindes. So das Stück „Das Butterbrot“, den „Türkischen Marsch“ und ganz zum Schluss auf Nachfrage sogar ein paar Takte einer Eigenkomposition von Justus Frantz, die dieser als Kind komponiert hatte: die Tesdorfer Suite. Was Variationen in der Musik sind, erklärte der Professor am Beispiel von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Im Mittelpunkt der vergnüglichen Stunde standen aber die Fragen der Kinder, die interessierte, dass Mozart an einer Bleivergiftung starb und von seiner Frau Constanze einmal so lange im Musikzimmer eingesperrt wurde bevor es Abendbrot gab, bis er eine noch fehlende Overtüre komponiert hatte.

Am Flügel zeigte der Gründer des Schleswig-Holstein Musikfestivals den kleinen Musikfreunden wie unterschiedlich man Ärger ausdrücken kann und musste auf Nachfrage tatsächlich ein wenig überlegen, wie viele Stücke der große Amadeus denn wohl geschrieben hat, bevor er auf 627 als Antwort kam.

Den Kinder machte die Stunde mit Justus Frantz sichtlich Spaß. Erstaunt war der Musiker, wie intensiv sich die Schüler von Birgit Albrecht mit Mozart beschäftigt hatten und wie gut eben Luca Alexander Wienkoop über die „Zauberflöte“ und die „Kleine Nachtmusik“ Bescheid wusste.

Eine ausführliche Kritik des Konzertes von gestern Abend lesen Sie morgen auf unserer Kulturseite.

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