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Aus dem Takt gekommen: Am Lesertelefon geht es um kuriose und alte Technik im Stadtgebiet

Kirchturmglocke und Ampel führen Eigenleben

Hameln. Am Ahornweg in Hameln wundert sich Rolf Meyer über das Eigenleben einer Ampelanlage. Die Anlage, die auf der Kreuzung B 217 Liebigstraße/Ahornweg eigentlich für Ordnung sorgen sollte, bewirkt seit März doch irgendwie das Gegenteil, findet Meyer. Zumindest in den Nachtstunden. „Normalerweise schaltet die Ampel ab zirka 21 Uhr auf gelbes Blinklicht um“, sagt er. Diesen Dienst scheint sie seit einigen Wochen aber quittiert zu haben.

veröffentlicht am 15.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

von Nina Reckemeyer
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Nun würde sie allerdings ohne erkennbares Verkehrsaufkommen „gefühlt alle zwei Minuten“ auf Rot umschalten. „Dadurch wird die Bundesstraße ausgebremst. Das ist laut“, Bremsen quietschten und Lkw müssten grundlos anhalten, sagt der Anwohner. „Da muss ja was kaputt sein.“

Die Stadt sagt, dass ihr der Fall bekannt sei und dieser bearbeitet werde. Ein Ast, der den Bewegungsmelder der kameragesteuerten Ampel auslöst, muss gestutzt werden. Außerdem bestehe ein Problem mit dem Verkehrsrechner. „Wird behoben“, sagt die Stadt.

Außerdem hinterfragt Rolf Meyer aus Hameln den Sinn des absoluten Halteverbots an der Heinrichstraße. „Da, wo das Rote Kreuz seinen Sitz hat und die Container für die Altkleidersammlung stehen.“

Parken könne man da nämlich nicht, wenn man mit schweren Säcken ankommt. Das Halteverbot bestehe seit 1967, als hier noch die Rettungswagen ein und aus fuhren, sagt die Stadt. Sie strebt hier die Abschaffung des Halteverbots an und wolle wegen des hohen Parkdrucks Bewohnerparkplätze schaffen. Und noch ein seltsamer Eigengänger wurde im Raum Hameln, zwar nicht gesichtet, aber belauscht. Die Kirchturmglocke in Haverbeck könnte an Schluckauf oder Verwirrung leiden, mutmaßt eine Anruferin. Corinna Jahn aus Haverbeck macht sich da jedenfalls so ihre Gedanken, denn die Glocke tönt normalerweise einmal zur halben und zur vollen Stunde hatte der Schlag bisher immer die Uhrzeit angegeben. Nun aber läute die heilige Bimmel zur halben und zur vollen Stunde jeweils ganze sechs Mal.

Und tatsächlich: Die hundert Jahre alte Glocke ist wetterfühlig und ein bisschen altersschwach, erklärt Pastor Jens Riesener. Er ist oft im Turm, um nach dem Rechten zu schauen, nur die Reparatur des Schlags, zu der extra eine Spezialfirma aus Herford anrücken müsse, sei sehr teuer. Darum heißt es hier vorerst: Daumendrücken, vielleicht erholt sie sich noch mal von selbst.

Unter dem Motto „Mit Geld spielt man nicht“, erreichte das Lesertelefon der Anruf von Axel Düvel aus Hameln, der sich fragt, aus welchem Grund die allgemeine Gebührenerhöhung der Stadt im April eigentlich rückwirkend bis zum 1. Januar geltend gemacht wird. „Das ist doch Geldschneiderei“, ist sich Düvel sicher.

Die offizielle Antwort der Stadt: „Der Haushaltsbeschluss ist diesmal es erst im Februar erfolgt und nicht, wie üblich, zum Ende des Vorjahres.“ Grund: „Oberbürgermeister Claudio Griese wollte ein Auge darauf werfen, bevor er endgültig verabschiedet wurde. Die Bürger wurden rechtzeitig vorgewarnt“, heißt es weiter von der Stadt.



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