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5. Schul-Kino-Wochen Niedersachsen / 962 Schüler aller Altersklassen besuchen das Hamelner Kino

„Kinoerlebnis ist für viele etwas Besonderes“

Hameln (jhe). Gebannt beobachten die Drittklässler der Grundschule Bisperode den Tod eines Eisbärenbabys. Ein leises „Nein“ ertönt aus den Reihen der Schüler, als das kleine Tier sich in den Schnee legt und nicht mehr weiterlaufen kann. Eine Schülerin fragt: „Ist der jetzt tot?“ Ungläubig und ein wenig betrübt meint sie: „Aber er hatte doch vorher was gegessen.“

veröffentlicht am 13.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 07:41 Uhr

Grundschüler aus Bisperode schauten sich den Kinofilm „Blö
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Doch so spielt sich das Leben im „Königreich Arktis“ ab. Zwei Vorstellungen dieses Films präsentierte das Hamelner Maxx-Kino im Rahmen der 5. Schul-Kino-Wochen Niedersachsen. 962 Schüler von zwölf Schulen und zwei freien Bildungsträgern aus Hameln und Umgebung meldeten sich für insgesamt neun Veranstaltungen an. Fünf „ausgewählte Filme“ zeigte Theaterleiter Chris Topsidis den Schülern in dieser Woche.

Film-Themen im Unterricht nachbereiten

Im Hinblick auf die Medienerziehung, die sich die Aerzener Schule im Hummetal auf die Fahnen geschrieben hat, betrachtet Klassenlehrer Ulrich Meine die Schul-Kino-Wochen als „willkommene Gelegenheit, diese Leitidee umzusetzen“. So schauten sich die siebten Klassen den Film „Blöde Mütze“ an. Themen, die im Film auftauchten, wie die erste Liebe oder Scheidung der Eltern, wird Deutschlehrerin Ricarda Jung anschließend im Unterricht aufarbeiten. „Das sind wichtige Dinge, die die Jugendlichen auch in ihrer Welt bewegen“, sagt sie.

Ganz unterschiedlich nahmen die Schüler den Film wahr. „Einzelne Szenen waren ganz lustig“, sagt der dreizehnjährige Constantin. Seine Klassenkameradin Caroline fand „Blöde Mütze“ „sehr langweilig – da hat ein bisschen Action gefehlt“.

Sozialkritisch äußerte sich die zehnjährige Louisa von der Grundschule Bisperode: „Es war schlimm, dass der Vater nur geraucht und Bier getrunken hat. Wenn er sich einen Job gesucht hätte, hätte die Familie auch gesunde Dinge essen können und nicht nur Pizza.“ Klassenlehrerin Carolin Wirth ist sich sicher: „In den Schülern arbeitet der Film noch nach – bei ihnen hat sich da was bewegt.“

Doch nicht nur der Film an sich, auch das Drumherum ist nach Ansicht der Pädagogen eine wichtige Erfahrung für die Schüler. Adeline Klingelhöfer, Referendarin an der Grundschule Bisperode: „Dass die Schüler zusammen etwas unternehmen, stärkt die Bindung innerhalb der Klasse.“ Förderschullehrerin Dorte Meistering-Kiso ergänzt, dass auch die Fahrt mit dem Linienbus eine wichtige Erfahrung für die Grundschüler sei. Aber auch „das Kinoerlebnis ist für viele Kinder etwas Besonderes“.

Die vielen „Ohs“ und „Ahs“ der Drittklässler bezeugen das. Erleichtert lehnt sich Charlotte zurück in den Kinosessel, als das Walrossbaby „Silan“ nur knapp dem Tod entgeht. Die Achtjährige ist ganz begeistert vom „Königreich Arktis“. Im Film habe sie zum ersten Mal gesehen, wie die Tiere am Nordpol lebten. Auch der neunjährige Philipp entdeckte viele neue Phänomene: „Ich wusste gar nicht, dass Eisbären so gut schwimmen können, und dass sich Walrosse um den Platz auf einer Eisscholle streiten.“



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