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Oberbürgermeister will Defizit schmälern

Kindergarten soll teurer werden

HAMELN. Die Gebühren für die Kindertagesstätten (Kitas) müssen erhöht werden. Zu dieser Einschätzung kommt jedenfalls Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) in Anbetracht eines erwarteten Defizits in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro – Tendenz steigend. Dies erklärte der OB in seiner Haushaltsrede am Mittwoch im Rat.

veröffentlicht am 12.01.2017 um 18:22 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:50 Uhr

Eltern von Kindergartenkindern müssen mit höheren Gebühren rechnen. Foto: Archiv
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Das Defizit setzt sich laut Griese sowohl aus den eigenen Kitas als auch aus dem städtischen Zuschuss an die freien Kita-Träger zusammen.

„Nach derzeitigen Berechnungen für das Jahr 2017 wird der Zuschuss an die freien Träger und auch bei der Stadt Hameln um circa 563 266 Euro beziehungsweise rund 8,9 Prozent ansteigen“, so Griese. Dieser Anstieg sei hauptsächlich steigenden Personalkosten geschuldet.

Mit Verweis auf die Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt Bad Pyrmont, die bereits angekündigt habe, die Kita-Gebühren zu erhöhen, sagte der Oberbürgermeister: „Auch wenn wir als Stadt Hameln nicht vom Grundsatz der Familienfreundlichkeit abrücken wollen, können wir in der derzeitigen Haushaltslage jedoch nicht vor den Kostensteigerungen die Augen verschließen.“

Deshalb wolle die Verwaltung „die Gebührenstrukturen aufeinander abstimmen“, sagte Griese. Heißt im Klartext: die Kita-Gebühren erhöhen. Derzeit weisen alle Betreuungsformen – also Krippe (für Kinder unter drei Jahren [U3]), Kindergarten (für Kinder über drei Jahren [Ü3]), Hort und Nachmittagsbetreuung – unterschiedlich hohe Betreuungsgebühren pro Stunde auf. Die Verwaltung will die Gebühren für U3, Ü3 und Hort vereinheitlichen. „Eine günstigere Gebühr ist für die Nachmittagsbetreuung zu veranschlagen, da das Fachkräfteangebot reduziert angewendet wird“, sagte Griese.

Derzeit beträgt die Mindestgebühr für einen Halbagsplatz von viereinhalb Stunden in Kindergarten oder Krippe jeweils 99 Euro im Monat (22 Euro pro Stunde). Die Gebühr für einen Halbtagsplatz (vier Stunden) im Hort beträgt 81 Euro monatlich (20,25 Euro pro Stunde). Der Besuch einer sonstigen Tageseinrichtung, der unter den Begriff Nachmittagesbetreuung (3,5 Stunden) fällt, kostet 62 Euro im Monat (17,70 Euro).

Die Nachmittagsbetreuung ist günstiger, weil sie nur von einem Erzieher und einem pädagogischen Mitarbeiter geleistet wird und maximal 20 Wochenstunden beträgt. Für die Hortbetreuung hingegen sind zwei Erzieher erforderlich und eine Mindestanzahl von 20 Wochenstunden.



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