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„Was war besonders gut?“ – „Alles!“

Kinder bauen sich ihr eigenes Museum

HAMELN. „Alles!“, lautet die einvernehmliche Antwort der rund 20 Kinder auf die Frage der Lokalzeitung, was ihnen an der Aktion „Museum zum Selbermachen“ besonders gefallen hat. Okay. Und was ganz besonders? „Die Geschichte mit der Maus!“, „Die Ausstellung!“, „Das Fotosmachen!“ und immer wieder „Der Bergmönch!“ und „Das Boxenbasteln!“ Vier Tage lang haben sich die Kinder und Jugendlichen im Museum Hameln sowie im „FiZ“ mit Sagen der Brüder Grimm beschäftigt. Am Ende hat jedes Kind ein Miniaturmuseum erstellt, eine sogenannte „Museobilbox“.

veröffentlicht am 22.04.2017 um 13:13 Uhr
aktualisiert am 23.04.2017 um 13:53 Uhr

Museumspädagogin Andrea Beißner erzählt anhand von Spielzeugfiguren gemeinsam mit den Kindern Sagen der Brüder Grimm nach. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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„Für alle Kinder war es das erste Mal, dass sie in einem Museum waren“, sagt Museumspädagogin Andrea Beißner im Gespräch mit der Dewezet. Schließlich richtet sich dieses Angebot ausdrücklich an „bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche“, wie in einem Infoblatt nachzulesen, aber auch an Kinder mit Fluchterfahrung, wie Beißner anmerkt. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, der Türkei und der Ukraine. „Ich will morgen wiederkommen“, sagt der achtjährige Said.

Die Altersspanne unter den Kindern war groß, reichte von vier bis 15 Jahren. Eine pädagogische Herausforderung für die zehn Betreuer, darunter vier Pädagogen und sechs ehrenamtliche Helfer von „Regenbogen“, Kinderspielhaus und dem evangelischen Jugenddienst.

Deshalb wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, eine für die jüngeren Kinder und eine für die älteren. Die Kinder haben sich in dieser (zweiten Osterferien) Woche mit den Sagen der Brüder Grimm beschäftigt. Dafür ging es für alle zunächst durch die aktuelle Sagenausstellung des Museums Hameln. „Das fand ich am besten!“, ruft ein Junge. Hinterher erzählten sich die Kinder gemeinsam mit den Betreuern die Sagen noch einmal nach. Dann machten sich die Kinder an die Arbeit: Ihre Aufgabe bestand darin, eine Sage ihrer Wahl in einer Box – der „Museobilbox“ – anhand von Bastelutensilien darzustellen.

„Das ist eine Mine“, erklärt Pascal (9) mit Blick auf seine Box. Er hatte sich, wie manch anderes Kind auch, für die Sage vom „Bergmönch im Harz“ entschieden. Ceren (8) war von einer anderen Sage der Grimms besonders beeindruckt: Frau Holle. Diese Geschichte findet sich in ihrer Box wieder.

Alle Boxen der Kinder sind in der Zeit von Samstag, 6. Mai, bis Sonntag, 21. Mai, im Rahmen der Sagenausstellung im Museum Hameln zu sehen.

In den Sommerferien wird die Aktion „Museum zum Selbermachen“ fortgesetzt. Dann werden sich die teilnehmenden Kinder mit der Rattenfängersage beschäftigen.

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