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„Bestens integriert“

Kinder aus Brjansk im „Tönebön-Camp“ zur Erholung

HAMELN. Auf Einladung des Vereins „Freunde für Kinder in Brjansk“ verbringt der Junge derzeit einen Erholungsurlaub auf dem Jugendzeltplatz „Tönebön-Camp“. Beim Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag hatten die zahlreichen Besucher Gelegenheit, Kinder mit Behinderung, und 33 andere Kinder aus Brjansk kennenzulernen.

veröffentlicht am 07.08.2017 um 16:10 Uhr

Das „Jägermobil“ der Kreisjägerschaft stieß bei den Kindern aus Brjansk auf großes Interesse. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Maxim ist 13 Jahre alt. Er ist ein aufgeweckter und intelligenter Junge. Seine Interessen sind vielseitig. So hat er beispielsweise in seiner russischen Heimatstadt Brjansk schon mehrere Goldmedaillen im Schachspielen errungen. Aber auch Bungee Jumping ist für ihn kein Problem.

Und doch unterscheidet er sich von den meisten Jungen in seinem Alter. Maxim nämlich ist blind. Aber nicht von Geburt an. Im Alter von drei Jahren ist er erblindet – durch eine schwere Kopfverletzung, die er sich in seiner Heimatstadt Brjansk in einem Kindergarten zugezogen hat, wie er sich erinnert. Seitdem trägt er ein Implantat, und seitdem ist er blind.

Auch drei Kinder im Rollstuhl gehören zu den Jungen und Mädchen, die bis zum 11. August im Camp verweilen – nämlich die elfjährige Ksenia, die im Alter von vier Jahrennach einer Operation ins Koma fiel. Zwar erwachte sie daraus, ist aber seitdem gelähmt. Nikita (11) leidet an einer leichten Form von Kinderlähmung. Er kann zwar etwas laufen, ist aber weitgehend auf einen Rollstuhl angewiesen. Georgij (21) kam mit einer schweren Art von Kinderlähmung zur Welt.

Zum ersten Mal sind die vier Kinder nun in Hameln. Am Tag der offenen Tür haben sie bewiesen, dass sie mittendrin sind und von den anderen respektiert und akzeptiert werden. Auch haben sie zur Programmgestaltung beigetragen. „Sie sind bestens integriert in die Gemeinschaft,“, betonte Wilfried Schwark, der Vorsitzende des Vereins Freunde für Kinder in Brjansk. Der Verein habe es sich zum Ziel gemacht, auch künftig Kinder mit einer Behinderung zu einem Erholungsurlaub in Hameln einzuladen.

Den Fußball mit den Original-Unterschriften der Spieler von Hannover 96, den Gerhard Paschwitz „amerikanisch“ für 218,96 Euro versteigerte, gewann Lothar Meyer aus Hameln.

Am kommenden Freitag fahren die russischen Gäste wieder zurück nach Brjansk. Bis dahin erwartet sie noch ein buntes Programm.



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