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Kind am Ohrberg 25 Meter abgestürzt - große Rettungsaktion

veröffentlicht am 03.06.2009 um 22:08 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Ohr (ube). Auf dem Ohrberg ist gestern um 16.40 Uhr ein zwölfjähriger Junge einen Abhang hinabgestürzt. Das Kind sei auf einem Felsvorsprung an einem dünnen Ast hängen geblieben, sagte Retter Adrian Rohde. Der Schüler habe großes Glück im Unglück gehabt, denn: Wäre er nur ein paar Zentimeter weitergerutscht, hätte er wohl sein Leben verloren. Unterhalb der Stelle, wo der kleine Emmerthaler hockte, befindet sich nämlich eine 30 Meter hohe Steilwand. Feuerwehrleute seilten sich zu dem verängstigten Kind ab und zogen es unversehrt hinauf auf den Berg. Dem Jungen war kalt, und er stand wohl unter Schock. Ansonsten sei ihm nichts passiert, hieß es. Auch der Vater musste von Freiwilligen angeleint und gerettet werden. Der 49-Jährige hatte verzweifelt versucht, seinem Sohn zu helfen und war zu ihm hinabgeklettert. „Der Mann hatte keine Chance“, sagte Rohde. „Zwischen ihm und dem Kind klaffte eine sechs Meter breite Lücke.“
 Mit der spektakulären Rettungsaktion ging eine fröhliche Geburtstagsfeier zu Ende. Kinder hätten an dem Hang gespielt, sagte Polizeihauptkommissar Hubert Heppner. Zwei Freunde seien plötzlich abgerutscht. „Ein Junge konnte wieder hinaufklettern und Hilfe holen.“
 Die Leitstelle „Weserbergland“ löste um 16.47 Uhr Alarm für die Feuerwehren Kirchohsen und Ohr aus, schickte Notarzt und Rettungsdienst zum Unglücksort. Wenig später forderte Vize-Gemeindebrandmeister Wolfgang Meyer auch die Höhenretter der Feuerwehr Oldendorf an. Auch ein Rettungsteam der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des DRK Marienau rückte an. Die Polizei sperrte die Bundesstraße 83.
 Die Feuerwehrleute Henning Klemme aus Ohr sowie Adrian Rohde und Thomas Klemme aus Kirchohsen stiegen – gesichert an Leinen – 25 Meter tief zu dem Jungen hinab. „Er hat vor Angst gezittert“, sagte Thomas Klemme. „Wir konnten ihn beruhigen und anseilen. Die Kameraden haben das Kind dann hochgezogen.“ Auf der Ohrbergkuppe schloss die Mutter ihren Sohn überglücklich in ihre Arme. Dann wurde auch der Vater in Sicherheit gebracht. Die Geretteten bedankten sich bei den 50 Helfern von Feuerwehr und DRK. Ihnen war bewusst geworden, in welcher Gefahr sie geschwebt hatten.



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