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Brandschutzfrage bis dahin noch nicht geklärt

Keine Weihnachtspartys im Hochzeitshaus

HAMELN. Gute sechs Monate noch – dann gibt’s schon wieder Lichterglanz, Glühwein und gebrannte Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt. Dann wäre auch wieder Zeit für die Christmas-Partys – denn die haben im vergangenen Jahr viele zufriedene Gäste an den Wochenenden ins Hochzeitshaus gezogen. Die Hamelner werden darauf aber verzichten müssen: In diesem Jahr wird es zur Weihnachtszeit keine Partys im Hochzeitshaus geben, wahrscheinlich auch nicht im nächsten.

veröffentlicht am 01.06.2017 um 13:17 Uhr

Dezember 2016: Das Hochzeitshaus ist an den Freitag- und Samstagabenden Treffpunkt vieler Hamelner. Sie feiern und tanzen. Foto. Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Keine Tanzveranstaltungen also im Jahr des 400. Jubiläums: „Dieses Risiko bin ich nicht bereit, einzugehen“, sagt Hermann Aden, Hamelns Erster Stadtrat, dazu. Hintergrund für Adens Ablehnung sind die Anforderungen an den Brandschutz.

Wie berichtet, hatte die Stadt Anfang dieses Jahres vorerst alle öffentlichen Veranstaltungen im Hochzeitshaus abgeblasen. Der Brandschutzversicherer VGH war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass der bestehende Brandschutz für Veranstaltungen wie die Christmas-Partys nicht ausreiche. Insbesondere die Außerbetriebnahme einer Wasserdampfanlage gleich nach dem Ende der Erlebniswelt Renaissance (EWR) hatte der Versicherer bemängelt. Die Stadt hatte vor Monaten argumentiert, dass diese Anlage ohne Weiteres nicht wieder in Betrieb zu nehmen sei.

Für die nötigen Nacharbeiten und Sanierungen am Hochzeitshaus – die betreffen nicht nur den Brandschutz, sondern etwa auch das lecke Dach des Gebäudes – plant die Verwaltung rund zwei Millionen Euro ein. Laut Aden werden diese Reparaturkosten aber frühestens im Haushalt für das Jahr 2018 eingeplant werden, berichtete er im zuständigen Fachausschuss.

Heißt: In diesem Jahr passiert, was Brandschutzmaßnahmen betrifft, wohl nichts mehr im Hochzeitshaus. Dementsprechend können auch keine Partys stattfinden.

Aden verweist dabei auch auf die strafrechtliche Komponente bei Zuwiderhandlung – dann etwa, wenn die Stadt trotz des bemängelten Brandschutzes eine Party in der Weihnachtszeit genehmigen würde. „Kommt jemand zu Schaden, wird es jemanden geben, der auch dafür einfährt“, erklärte er im Ausschuss. Weil mit der Nachbesserung des Brandschutzes frühestens im nächsten Jahr begonnen werden kann, hat Aden auch für das kommende Jahr eher düstere Prognosen: Möglicherweise können die Weihnachtspartys auch 2018 noch nicht wieder stattfinden.

Information

Grünes Licht für Hochzeitshaus-Entwürfe

Grundsätzlich einverstanden zeigt sich die Ratspolitik mit den Entwurfsplänen von Architekt Peter Nasarek für das Hochzeitshaus.

Einwände gegen die von ihm im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellten Pläne gab es keine. Für die kommende Ratssitzung werden daher auch keine größeren Diskussionen zum Umbau des Hochzeitshauses erwartet. Wie berichtet, soll im Erdgeschoss des Hamelner Wahrzeichens ein gastronomischer Betrieb einziehen. Ein Bürgersaal, der für feiern, Banketts oder auch Ratssitzungen genutzt werden könnte, würde sich nach Nasareks Plänen über das 1. und 2. Obergeschoss erstrecken, in der 3. Etage wäre dann noch Platz für Büros der Stadtverwaltung. Rund 5,8 Millionen Euro sind für den Umbau veranschlagt.

Die Stadt sieht angesichts der Finanzlage das Projekt auf lange Sicht angelegt. Erster Stadtrat Hermann Aden: „Der Bau eines Kindergartens, sofern er denn nötig wird, hat in jedem Fall Vorrang.“



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