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Keine Städtepartnerschaft mit Brjansk

veröffentlicht am 14.05.2009 um 20:39 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Brjansk

Hameln (wul). Eine Städtepartnerschaft mit der russischen 500000-Einwohnerstadt Brjansk hat der Jugend- und Sozialausschuss abgelehnt. Die Mehrheitsgruppe aus SPD, FDP und Grüne stimmte einer Verwaltungsvorlage entsprechend, die CDU dagegen, die Bürgerliste enthielt sich. Der Abstimmung war erneut eine Debatte über Für und Wider vorausgegangen.

 

Während die Opposition in der Städtepartnerschaft vor allem eine Chance sieht, den ehrenamtlich Engagierten, die sich seit Jahren um Beziehungen nach Brjansk kümmern, symbolisch Anerkennung zu zollen, lehnt die Mehrheitsgruppe sie ab. Hauptargument, vorgetragen von Volker Brockmann (SPD): An eine Städtepartnerschaft werde von den Bürgern in Brjansk die Hoffnung geknüpft, dass Hameln Wirtschaftsförderung betreibe und Kontakte zur Wirtschaft herstelle. "Das können wir nicht leisten", so Brockmann. Dass die Ablehnung einer offiziell besiegelten Städtepartnerschaft nichts mit der Arbeit der Ehrenamtlichen zu tun habe, die sich um den Austausch mit Brjansk kümmern, betonte Uwe Schoormann (SPD). Rolf Bremeyer (CDU) aber sieht die Gefahr, dass es „nun schwierig sein dürfte, die Leute zu motivieren“.

 

Von Missachtung des Bürgerwillens sprach Gerhard Paschwitz (CDU) vor der Abstimmung. So viele engagierten sich für Brjansk, es sei nur „formell in eine Form zu gießen, was schon gemacht wird“. Zwar koste es Geld, aber „das darf die Rolle nicht spielen“. Es gebe keinen Grund, Nein zur Städtepartnerschaft zu sagen, so Paschwitz. Fraktionskollege Daniel Schimanski erklärte, er habe ebenfalls den Eindruck, dass viele Bürger für eine Partnerschaft seien. Eine andere Wahrnehmung hat dagegen offenbar Wolfgang Meier (Grüne): Viele hätten eine andere Einstellung zu den Kontakten mit Brjansk, so seine Erfahrung. Für eine Partnerschaft brauche es aber in der Bevölkerung „Begeisterung und breite Zustimmung“.

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