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150 Kita-Beschäftigte aus Hameln-Pyrmont beteiligen sich an Warnstreik

Keine Spur von Müdigkeit

Hameln/Hannover. Rund 150 Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten im Landkreis Hameln-Pyrmont haben nach Angaben der Gewerkschaft ver.di gestern Vormittag in Hannover für die Aufwertung ihrer pädagogischen Berufe demonstriert. An der Kundgebung nahmen insgesamt 10 000 Beschäftigte aus ganz Norddeutschland teil.

veröffentlicht am 17.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Mit zwei großen Bussen sowie Privatautos waren die Erzieher und Sozialarbeiter aus Hameln und Hessisch Oldendorf in die Landeshauptstadt gereist. „Die Kitas in Bad Münder haben diesmal auf eine Teilnahme verzichtet, weil ein Vorlesetag für die Kinder auf dem Programm stand“, berichtete Jan Orbach. Mit der Beteiligung war der ver.di-Gewerkschaftssekretär dennoch sehr zufrieden. „Wir haben es geschafft, noch mehr Erzieher zu mobilisieren.“ Es sei keine Streikmüdigkeit erkennbar.

Vom Warnstreik waren auch die vier städtischen Kindertagesstätten in Hameln betroffen. Die Eltern mussten also bei der Kinderbetreuung erneut improvisieren. An den Kitas an der Domeierstraße und bei den „Altstadtmäuse“ blieben die Türen geschlossen. Im Kinderhaus Rohrsen-Hilligsfeld wurden 14 Kinder in einer Notgruppe untergebracht. In der Kita bei der Eugen-Reintjes-Stiftung waren es sogar 45 Kinder, teilte die Stadtverwaltung mit. Dort seien auch einige Kinder der „Altstadtmäuse“ untergekommen. „Der Streiktermin war bekannt, sodass in den vergangenen Tagen die Betreuung geplant werden konnte“, heißt es aus dem Rathaus.

Verdi fordert eine höhere Eingruppierung der bundesweit 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, was den Beschäftigten Gehaltssteigerungen von im Schnitt zehn Prozent bringen würde. Es könne nicht sein, dass wegen der hohen Teilzeitquote in den Kitas die Erzieherinnen gezwungen sind, einen Zweitjob anzunehmen, um ihre Familie zu ernähren, erklärte der ver.di-Fachbereichsleiter Martin Peter.

Unterdessen endete auch die vierte Gesprächsrunde ergebnislos – die Verhandlungen sollen nach Angaben der Gewerkschaften Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Verdi am 20. und 21. April in Offenbach fortgesetzt werden. Sie kündigten weitere Warnstreiks an.



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