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Sonderkommandos durchsuchen Wohnungen / Polizei verstärkt Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen

„Keine rechtsfreien Räume“

Hameln. Nach der großangelegten Durchsuchungsaktion in der Hamelner Südstadt hat Polizeipräsident Robert Kruse gestern klargestellt, dass die Direktion in Göttingen alle rechtlich zulässigen und gebotenen Maßnahmen konsequent ausschöpfe, um Gefahren für die öffentliche Sicherheit zu unterbinden. Mit Blick auf arabische Großfamilien, die wegen Gewalttaten aufgefallen sind, sagte Kruse: „Es dürfen keine rechtsfreien Räume entstehen.“ Nach Informationen der Dewezet werden die am Mittwoch vergangener Woche eingeleiteten umfangreichen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen weiter aufrechterhalten und sogar noch verstärkt. Auch gestern standen wieder Mannschaftswagen am Bahnhofsvorplatz. Bereits während der Ausschreitungen vor dem Hamelner Krankenhaus soll es zu Gewaltandrohungen gegen Polizisten, Justiz-Mitarbeiter und Rechtsanwälte gekommen sein. Vor Tagen hatte der Leiter der Inspektion Hameln, Kriminaldirektor Ralf Leopold, von „einer Stadt im Ausnahmezustand“ gesprochen. Die Sicherheitsbehörden zeigen Stärke und Präsenz: Gestern sagte Polizeipräsident Kruse: „Durch ihr entschlossenes und lageangepasstes Einschreiten treten die Polizisten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent entgegen.“

veröffentlicht am 24.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:41 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Gestern in den frühen Morgenstunden hatten Elitepolizisten eines Spezial-Einsatz-Kommandos Wohnungen in sechs Häusern gestürmt, in denen sogenannte M-Kurden wohnen. Einige sollen an den Tumulten vor dem Amtsgericht und dem Sana-Klinikum, bei denen 15 Beamte verletzt wurden, beteiligt gewesen sein. Diesmal ging es um die Verhinderung möglicher Gewalttaten. Eigenen Angaben zufolge hatte die Polizei Erkenntnisse, dass sich einige Familienmitglieder Waffen besorgt haben, um diese „möglicherweise gegen bestimmte Personen“ einzusetzen. Polizisten stellten Schreckschuss- und Druckluftwaffen, Gaspistolen und ein Luftgewehr, aber auch Munition und drei nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände (auch ein Butterflymesser war darunter) sicher. Die Schusswaffen würden waffentechnisch untersucht, hieß es. Zudem wurden diverse Schlagwaffen und geringe Mengen Drogen beschlagnahmt.

Ebenfalls im Einsatz waren gestern Notärzte und Rettungsmannschaften des Roten Kreuzes sowie die Feuerwehr, die aufgebrochene Türen notdürftig verschloss. Ein Polizist und eine Familienangehörige hätten sich bei dem Großeinsatz leichte Verletzungen zugezogen, hieß es.

Vermummte Polizeibeamte haben ein Wohnhaus an der Kaiserstraße umstellt. In einer Wohnung wird gerade nach Waffen gesucht. Ein Rettungsteam trifft ein. Während des Großeinsatzes in Hameln wurden ein Polizeibeamter und eine Angehörige der arabischen Großfamilie leicht verletzt. ube


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