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Schüler fragen am EU-Projekttag / Umweltminister Sander in Hameln

Keine krummen Gurken in der EU

Hameln (mau). Beim dritten EU-Projekttag, initiiert von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder, hatten Schülerinnen und Schüler wieder Gelegenheit, Fragen zu Europa an Politiker und EU-Mitarbeiter zu stellen. Auch in Hameln gingen zu diesem Thema an drei Schulen die Finger in die Höhe, wenngleich manchmal etwas zögerlich, und nicht alle fanden die Antworten befriedigend.

veröffentlicht am 09.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 08:21 Uhr

Dolmetscherin Brigitte Hanay-Pendl am Vikilu. Foto: mau
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„Viele Schüler stehen der EU sehr skeptisch gegenüber, was wahrscheinlich an dem geringen Hintergrundwissen liegt“, mutmaßte Brigitte Hanay-Pendl. Die Dolmetscherin, die für die EU in Brüssel arbeitet, beantwortete die Fragen der Schüler an ihrer ehemaligen Schule, am Viktoria-Luise-Gymnasium. Sie habe sich vorgenommen, Informationsarbeit zu leisten, erklärte Hanay-Pendl und brachte Europa anhand von konkreten Beispielen näher. „Ihr kennt doch zum Beispiel die Notrufnummer ‚112‘. Die ist in allen Mitgliedsstaaten gleich. Ohne die EU wäre das nicht umsetzbar gewesen.“ Außerdem gebe es Bestimmungen, die den Handel vereinfachen: Gurken zum Beispiel dürften nur einen sehr kleinen Krümmungsgrad haben, damit mehr davon in eine Kiste passen – eine Vorgabe, die die Schülern amüsierte.

Auch an der Elisabeth-Selbert-Schule an der Thibautstraße stand „EU“ auf dem Stundenplan. Dort griff Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander das Thema auf, erzählte ein bisschen über die EU, mit der er als Umweltminister viel zu tun habe, und plauderte ein bisschen über sein Leben und seinen Werdegang. In seiner Freizeit sitze er gerne auf dem Trecker, weil man da gut entspannend könne, erzählte der Liberale, und dass er nicht seiner Partei (FDP), sondern den Bürgern und Bürgerinnen gefallen möchte, erfuhren die Zuhörer auch.

Konkrete Fragen und Antworten aus dem Buch

Ein junger Landwirt wollte wissen, was Sander von der Gen-Technik hält. Der Minister antwortet ausführlich. Zusammengefasst: „Viel, es bringt einige Vorteile mit sich.“ Außerdem habe noch keiner einen Negativ-Nachweis erbracht.

Gut vorbereitet, mit konkreten Fragen im Gepäck, waren die Schüler der 12. Klasse Fachoberschule Wirtschaft an der Handelslehranstalt, wo der Landtagsabgeordnete Otto Deppmeyer zu Gast war. Ausgerüstet mit einem kleinen Buch namens „pocket europa“ von der Bundeszentrale für politische Bildung, schlug er nach, was die Schüler wissen wollten. Was nicht gut ankam – „ich hatte das Gefühl, dass wir alle besser in Sachen EU informiert waren als er“, sagte ein Schüler stellvertretend hinterher.

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