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Baugebiet in Afferde wird wieder gestrichen

Keine Häuser ins Überschwemmungsgebiet

AFFERDE. Viele alteingesessene Afferder hatte sich schon in den 90er Jahren bei der Ausweisung des damals neuen Baugebiets „Afferde West“ gewundert: Wie kann man nur am Ende der Straße Im Bögen“ ein Wohngebiet planen? Wo dort bei einem Hochwasser der Remte doch schnell eine Überschwemmung droht und zudem der Grundwasserspiegel sehr hoch ist. Diese Bedenken teilt nun auch die Stadtverwaltung. Sie will den Bebauungsplan für das Gebiet wieder aufheben.

veröffentlicht am 10.06.2016 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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Die Abteilungsleiterin „Stadtentwicklung und Planen“ bei der Stadt Hameln, Michaela Klank, merkte nun im Afferder Ortsrat an, dass man die Hochwasserproblematik in Afferde bei den Planungen zum Bau eines Nahversorgers an der Hildesheimer Straße in Afferde neu überdacht wurde. Dabei flossen auch Erkenntnisse aus dem Remte-Hochwasser im August 2007 mit ein. „Es wurde ein Gutachten erstellt und das Überschwemmungsgebiet der Remte neu ausgewiesen. Das hat zwar noch keinen rechtlichen Charakter, gilt aber als vorläufig gesichert“, teilte Klank mit.

Und dies neu festgelegte Überschwemmungsgebiet umfasst nun eben auch Teile des ausgewiesenen Baugebiets „Afferde West – nördlich der Remte“ hinter dem Hundetrainingsgelände. Das Baugebiet „Afferde West – westlich der Remte“ mit den Straßen Dornenreeke und Werner-Peix-Straße ist indes fast vollkommen bebaut, doch „nördlich der Remte“ hat bisher noch nicht einmal eine Erschließung stattgefunden.

„Sinnvolles Wohngebiet“ nicht mehr möglich

Die Abteilungsleiterin stellte fest: „Mit der Festlegung des Überschwemmungsgebiets wäre die verbleibende Fläche zu gering, um dort ein sinnvolles Wohngebiet zu entwickeln. Daher plädieren wir nach Antrag durch die Untere Wasserbehörde, den Bebauungsplan für dieses Gebiet wieder aufzuheben.“ Die stellvertretende Fachbereichsleiterin „Planen und Bauen“ räumte ein, dass auch damals bei der Ausweisung die Problematik mit dem Hochwasser schon bekannt gewesen sei. Warum man es damals mit ausgewiesen habe, sei ihr nach heutigem Stand auch nicht ganz klar. Vermutlich, weil die Nachfrage nach Bauplätzen damals sehr hoch war, vermutete Klank.

Zudem habe es nach den Jahrhunderthochwassern an Oder und Elbe neue Anforderungen an den Hochwasserschutz gegeben. Bauliche geGegenmaßnahmen „wie ein Haus ohne Keller oder den Eingangsbereich höher legen“ seien nun nicht mehr ausreichend, so Klank.

Sie wünschte sich vom Ortsrat nun ein erstes Meinungsbild zur Aufhebung. Denn genauso wie bei der Festlegung eines Bebauungsplans muss auch bei der Aufhebung ein Verfahren mit Beratungen und Beschlüssen im Ortsrat, in den Fachausschüssen und letztendlich im Stadtrat erfolgen. Im Herbst soll es so weit sein. Sowohl die SPD- als auch die CDU-Fraktion im Afferder Ortsrat meldeten zur Aufhebung des Bebauungsplans keine Bedenken an und sprachen von einem „vernünftigen“ Schritt.



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