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120 Influenza-Fälle im Landkreis / Masern nicht weiter verbreitet

Keine Alarmstimmung wegen der Grippe

HAMELN.Husten, Schnupfen, Heiserkeit – und täglich neue Krankmeldungen: Hartnäckige Infekte hinterlassen auch im Hamelner Alltag Spuren. Wer mit Schüttelfrost darniederliegt, mag es nur einen schwachen Trost finden, aber dennoch: So schlimm wie im letzten Jahr sieht es nicht aus.

veröffentlicht am 13.03.2019 um 14:07 Uhr
aktualisiert am 13.03.2019 um 15:00 Uhr

Durchalten: Das Ende der Grippesaison ist in Sicht. Foto. dpa
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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551 Grippefälle, Fälle von „echter“ Influenza also, verzeichnete das Gesundheitsamt Hameln-Pyrmont in der Grippesaison 2017/18. 120 waren es bisher in der aktuellen. „Den Höhepunkt der Grippesaison hatten wir jetzt schon“, sagt Monika Steudle, Sprecherin des Gesundheitsamtes. Das erste Viertel des Jahres sei noch Grippesaison, im April ist dann Schluss. Wobei die Statistik natürlich nicht alle tatsächlichen Grippefälle im Landkreis erfasse: „Nicht jeder geht zum Arzt, nicht bei jedem wird der Abstrich für den Test gemacht“, sagt Steudle.

Und natürlich sind auch hartnäckige Infekte, bei denen es sich nicht um eine Influenza handelt, kein Vergnügen. Auch sie sorgen dafür, dass es in Kitas, Schulen und Betrieben leerer wird. „Ziemlich viele Leute sind erkältet“, bestätigt Dr. Axel Rojczyk, Vorsitzender des Ärztevereins Hameln. „Ist aber nichts Dramatisches.“ Gegen solche Infekte hilft auch keine Impfung.

Die Grippeimpfung aber dürfte – zumindest auch – dafür gesorgt haben, dass die Zahl der Infektionen in diesem Jahr verhältnismäßig gering blieb. Nach der heftigen Grippewelle vor einem Jahr stieg offenbar die Impfbereitschaft: „Schon im November war der Impfstoff aufgebraucht“, sagt Steudle.

Grund für viele Krankmeldungen sind derzeit zudem Magen-Darm-Erkrankungen. Auch diese haben im ersten Jahresquartal Saison. Beim meldepflichtigen Norovirus gingen in diesem Jahr bisher 106 Meldungen ein, sagt Monika Steudle, 171 waren es im gesamten vergangenen Jahr. Da nun die Zahlen sinken dürften: alles im Rahmen also, so die Einschätzung im Gesundheitsamt.

Alarm geschlagen werden muss weiterhin auch nicht angesichts der im Nachbarkreis Hildesheim aufgetretenen Masern. 24 Erkrankungen sind dort registriert worden. In Hameln-Pyrmont blieb es bisher in diesem Jahr bei einem Fall. Es handele sich um eine erwachsene Person, so seien keine Schulen oder Kitas betroffen, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Und wer persönliche Kontakte in den Kreis Hildesheim habe, sei nun hoffentlich durch die Medien gewarnt. Einen Besuch bei der kranken Verwandtschaft unternehme hoffentlich niemand, sagt Steudle.



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