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Erwerbslosigkeit gestiegen

Kein Wetter für Außenarbeiten

WESERBERGLAND. Der Januar ist in Deutschland traditionell kein guter Monat für Arbeiten auf den Baustellen und in Grünanlagen. So ist die Arbeitslosigkeit im nördlichen Weserbergland auch um diesen Jahreswechsel witterungsbedingt angestiegen, sie liegt aber deutlich unter dem Vorjahreswert.

veröffentlicht am 31.01.2019 um 17:22 Uhr

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Autor:

Klaus Klemens
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Wie die Arbeitsagentur Hameln meldet, die für die Region von Stadthagen bis Holzminden zuständig ist, gab es hier im Januar eine Unterbeschäftigung – ohne Kurzarbeit – für 16 508 Bewohner, 659 weniger als ein Jahr zuvor. Die Unterbeschäftigungsquote wird mit 8,3 (Januar 2018: 8,8) Prozent angegeben. Die offizielle Arbeitslosenzahl enthält keine Betroffenen, die an Fördermaßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind. Mit 12 211 Köpfen waren 961 Menschen mehr als arbeitslos registriert als im Dezember – ein Plus von 8,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 850 weniger. Die Arbeitslosenquote lag im Januar mit 6,3 Prozent um 0,5 Punkte unter dem Wert von Januar 2018.

Der jüngste Anstieg der Arbeitslosigkeit geht überwiegend auf Zugänge in der Arbeitslosenversicherung zurück, also von kürzlich entlassenen Mitarbeitern. Diese Zahl stieg um fast ein Fünftel auf 4405 Menschen an. Bei den Jobcentern, die sich um die Langzeitarbeitslosen kümmern, waren es gegenüber Dezember 254 Arbeitslose mehr, eine Zunahme um 3,4 Prozent auf 7806 Menschen.

Für Gerhard Durchstecher, Chef der Arbeitsagentur, ist es ein zum Jahresbeginn typischer Verlauf am Arbeitsmarkt: „Am Ende des Jahres sind befristete Arbeitsverträge ausgelaufen, und die witterungsabhängigen Unternehmen haben weniger Arbeitskräfte eingestellt.“ Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar umfasse alle Personengruppen. „In der Vergangenheit zeigte sich aber, dass ein großer Teil im Frühjahr wieder in Arbeit gehen wird“, sagt Durchstecher. Viele Betroffene nutzen die Wintermonate, um die Schulbank zu drücken. „Im Vergleich zum Vorjahr nehmen 188 Personen mehr in einer beruflichen Weiterbildung teil“, schildert der Behördenleiter. Er betont: „Qualifikation ist der beste Schutz gegen die Arbeitslosigkeit.“ Weitere Eckwerte:


Ausländer: Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im Januar 2944 Ausländer arbeitslos gemeldet, 329 weniger als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Zu dieser Gruppe gehören sowohl Menschen, die schon länger im Weserbergland leben, als auch die neuen Zuwanderer. Die Anzahl derer, die aus ihrem Heimatland geflohen sind und sich bei den hiesigen Jobcentern und Arbeitsagenturen erwerbslos gemeldet haben, belief sich im Januar auf 1210 Personen, 60 mehr als im Dezember.


Offene Stellen: Der Bestand der zu besetzenden Arbeitsplätze verringerte sich im Januar leicht, bleibt aber laut Arbeitsagentur hoch: 2988 Stellen waren als offen registriert, 22 weniger als im Vormonat und 92 Stellen weniger als im Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn seien 671 neue Stellenangebote eingegangen, 96 weniger als im Dezember und 29 weniger als im Vorjahr.


Rein und raus: Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Januar meldeten sich im nördlichen Oberweserraum 3289 Menschen neu oder erneut arbeitslos, das waren 100 mehr als vor einem Jahr. Andererseits endete für 2329 Leute die Arbeitslosigkeit, 41 weniger als im Januar 2018. Rund die Hälfte der neuen Arbeitslosen kommt aus einer Ausbildungsphase oder war zuvor nicht erwerbstätig. Im Januar meldeten 1530 zuvor Arbeitende den Verlust ihrer Stelle, 66 weniger als ein Jahr zuvor. Durch Aufnahme einer Tätigkeit konnten in diesem Monat 622 Kunden der Arbeitsverwaltung ihre Erwerbslosigkeit beenden, 34 weniger als vor einem Jahr.

Regionale Verteilung: Das Bild war im Januar in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg sehr ähnliches: Zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit in Hameln-Pyrmont um 8,3 Prozent gestiegen, in Schaumburg um 8,4 Prozent und in Holzminden um 9,2 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2018 entsprach das dennoch einem Rückgang bei den Arbeitslosen von 9,4 Prozent in Hameln, 4,7 Prozent in Schaumburg und 3,9 Prozent in Holzminden.



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