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Kein verantwortungsvoller Umgang

Wenn ein Privatmann ein paar Zehntausend Euro in einem Projekt versenkt, das sich als nicht tragfähig erweist, weil es schlecht geplant ist oder die Kundschaft nicht anzieht, ist das allein sein Problem. Anders verhält es sich, wenn Projekte mit Steuergeldern unterstützt werden. Dann ist es wichtig, das eingesetzte Geld im Auge zu behalten und zu schauen, ob die Finanzierung Früchte trägt oder eben nicht. Hierfür sind Dokumentation und Evaluation nötig. Bei den Geldern, die das Jugendamt im Landkreis Hameln-Pyrmont verteilt, läuft das aktuell anders. Hier evaluieren sich die Antragsteller selbst. Dabei wird seitens der Mitarbeiter des Projektes nicht viel Negatives rumkommen, denn: Wer sägt schon an dem Ast, auf dem er sitzt? Während dieser Akt der Selbsterhaltung noch irgendwie verständlich erscheint, ist absolut nicht zu verstehen, warum das Amt sich bisher mit dieser blauäugigen Methodik zufrieden, gegeben hat und erst jetzt an vernünftigen Kontrollinstrumenten arbeitet. Während an allen Ecken und Enden gespart wird, versickert das Geld in Projekten, die ihr Ziel im Zweifelsfall verfehlen. Gut laufende Projekte können sich zudem auch keine Lorbeeren verdienen, da auch ihr Erfolg nicht messbar ist. Nur eine Anpassung der Richtlinien auch für bestehende Förderungen kann der Verschwendung von Geldern Einhalt gebieten und dem Steuerzahler das Gefühl vermitteln, dass beim Jugendamt verantwortungsvoll agiert wird.

veröffentlicht am 10.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 05:41 Uhr

Autor:

Jobst Christian Höche


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