weather-image

„Merinda“ schmeckt auch im Winter nach Sommer / Früchte kommen erntefrisch von den Feldern

Kein schnittfestes Wasser: Tomaten aus Sizilien

Leckere Freiland-Tomaten im Winter? „Ausgeschlossen“, bedauern Fans dieses gesunden Gemüses und denken mit Grauen an jene Exemplare, die man noch einigermaßen charmant als „vierten Aggregatzustand von Wasser“ umschreiben könnte: Turbomäßig auf Massenertrag gezüchtet, geruch- und geschmacklos, haben diese Treibhausgewächse meist nur noch wenig mit den aromatischen Tomaten zu tun, die im Sommer in Küchen- und Bauerngärten reifen. Doch es gibt sie auch im Winter: würzige, von der Sonne verwöhnte „Liebesäpfel“, die nach Tomate riechen und schmecken und jeden Salat auch in der kalten Jahreszeit zur Delikatesse machen. „Merinda“ lautet das Zauberwort. Diese Tomatensorte kommt jetzt direkt aus Sizilien. Ohne Umwege. „Denn im Großhandel findet man die nicht“, erzählt Giuseppe Santangelo: „Merinda-Tomaten sind nicht so handelsüblich.“ Familie Santangelo bezieht ihre Merindas von den fruchtbaren Feldern ihrer sizilianischen Heimat – aus der am Hang des Ätna gelegenen Stadt Adrano in der Provinz Catania. Und Wochenmarkt-Kunden, die im Winter knackige, herzhafte Tomaten suchen, stehen am Stand von Santangelo für das grünrot schattierte Gemüse Schlange. Ja, grün darf es, soll es sogar sein, erklärt Giuseppe Santangelo: „Ganz grün zwar nicht, aber je grüner die Schattierung, desto aromatischer die Frucht.“ Die Merinda sei eine „Ur-Tomate“, eine alte Sorte, die nach Tomate dufte und schmecke. Stimmt. Der Geschmackstest verblüfft und schenkt einem schlagartig den Glauben an Aroma-Tomaten im Winter zurück. Die frisch vom Feld auf den Tellern landen. „Sie werden in meiner Heimat von Kleinbauern angebaut“, erzählt Giuseppe Santangelo. Gedüngt werde die Merinda dort längst nicht so stark wie Treibhaustomaten andernorts, die in kürzester Zeit Massenerträge abwerfen müssen. Ihren intensiven Geschmack verdankt die Merinda-Tomate nicht nur den fruchtbaren sizilianischen Vulkanböden, sondern vor allem der Sonne. Denn das Nachtschattengewächs, das vor Jahrhunderten den Weg aus den tropischen Wäldern Perus in unsere Breitengrade fand, ist eine wärmeliebende Pflanze. Bei Temperaturen unter 8° C stellt sie das Wachstum ein, bei Temperaturen knapp über dem Nullpunkt erfriert die Pflanze.

veröffentlicht am 26.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:21 Uhr

270_008_5175160_hm201_2601_2_.jpg


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt