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Verkauf zieht sich hin / Beginn der Ausschreibung noch unklar

Kein schnelles Geld fürs Weserbergland-Zentrum

HAMELN. Das Weserbergland-Zentrum (WBZ) soll verkauft werden. So wollte es die Ratsmehrheit aus CDU und Grünen im vergangenen November, die die Verwaltung um Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) damit beauftragten, einen Käufer zu finden, um die Stadtkasse zu entlasten. Das Veranstaltungszentrum am Rathausplatz durch die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) wirtschaftlich zu betreiben, sei nicht möglich gewesen, hieß es zur Begründung. Ein privater Investor soll das WBZ übernehmen. Doch das dürfte sich noch hinziehen. Im Frühjahr hieß es, dass eine Ausschreibung nicht mehr im ersten Halbjahr 2016 zu erwarten sei. Das ist nun um – Resultate gibt es offenbar noch keine.

veröffentlicht am 31.07.2016 um 20:07 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:53 Uhr

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Michael Zimmermann

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Michael Zimmermann Gastautor zur Autorenseite
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Schnell war nach dem Ratsbeschluss davon die Rede gewesen, dass „mehrere Interessenten“ schon ihre Fühler ausgestreckt hätten, die das Gebäude mit rund 1 500 Quadratmetern kaufen wollten – unter der Auflage, dass es weiterhin als Veranstaltungshalle genutzt wird und dass die Nutzungsrechte der Stadt, etwa für künftige Ratssitzungen und andere städtische Zusammenkünfte, weiterhin bestehen bleiben. „Aus Sicht der Stadt ist es wichtig, dass bestimmte Veranstaltungen auch nach einem Verkauf weiterhin in dem Gebäude stattfinden können“, erklärte die Verwaltung im Winter. Nur die Kosten sollte eben in Zukunft jemand anderes übernehmen.

Wer die angeblichen Interessenten für das „moderne, zentral gelegene Veranstaltungsgebäude mit direkter Hotel- und Restaurantanbindung“ sind, wollte allerdings auch damals niemand verraten. Die Blicke richteten sich auf den Geschäftsführer des Mercure-Hotels, Fritz-Hennig Jürgens. Das Hotel war einst für die Bewirtschaftung des WBZ zuständig, bis die Stadt den Vertrag zu Beginn des Jahres 2011 kündigte.

Im Februar ruderte man dann bei der Stadt zurück: Es habe da ein „Missverständnis“ zwischen Verwaltung und Politik gegeben, erklärte ein Sprecher. Interessenten könne es noch gar nicht geben, da das Gebäude noch nicht einmal öffentlich ausgeschrieben sei.

Zunächst einmal müsse geprüft werden, was alles genau zum Weserberglandzentrum gehört. Schließlich sei der Komplex am Rathausplatz nicht so einfach vom angrenzenden Theater, dem Bellevue-Center und dem Hotel Mercure abzugrenzen. Dies sei sehr kompliziert. Erst wenn diese baurechtliche Abgrenzung, an der auch Rettungswege und Brandschutz hingen, abgeschlossen sei, könne ein Verkehrswert festgelegt werden und die öffentliche Ausschreibung beginnen.

Und nun? Aus dem Rathaus heißt es derzeit auf Nachfrage nur knapp, dass „noch die juristischen und technischen Prüfungen abgewartet werden“ müssten. Vor Abschluss des Verfahrens könnte die Kommunalwahl am 11. September der Stadt andere Mehrheiten beschert haben.

Die SPD zeigte sich schon zu Beginn nicht begeistert von der Idee, das Gebäude zu privatisieren: Vor einem eventuellen Verkauf müsse man erst einmal versuchen, das Konzept zu verbessern oder nach anderen Mietern oder Pächtern Ausschau halten, schlugen einzelne Ratsherren damals vor.



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