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Kein Schimmel mehr: Krippenkinder können in Räume zurückkehren

veröffentlicht am 13.07.2012 um 14:53 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hier erklingt bald wieder Kinderlachen: Die Krippe am Schwarzen Weg in Klein Berkel ist saniert. Foto: Dana

Hameln (red). Die Kindertagesstätte der AWO am Schwarzen Weg ist nicht mehr von Schimmelpilzsporen belastet. Die monatelangen Sanierungsarbeiten sind erfolgreich beendet worden. Die bisher ausgelagerten Krippengruppen können am 13. August in ihre Räume zurückkehren.

Eine Messung des Bremer Umweltinstituts bestätigt nach Angaben der Stadt, dass „keine Belastung der Raumluft durch Schimmelpilzsporen zu erkennen ist“. NBach einem Jahr können die Kinder in ihren Raum zurückkehren.

Die Odyssee der Krippenkinder begann im August vergangenen Jahres: Nachdem in dem Anbau der Kita Schimmelpilzsporen entdeckt worden waren, musste die Krippe geschlossen werden. Die Kinder bezogen ein Übergangsquartier in der Wohnanlage „Barchusen“. Die schwierige Suche nach der Ursache der Schimmelpilzbelastung begann.

Ebenso war zu klären, wer für den Schaden verantwortlich zu machen ist. Ein außergerichtlicher Vergleich mit dem Architekten und den am Bau beteiligten Firmen scheiterte jedoch. Die Stadt Hameln hatte daraufhin das Landgericht Hannover eingeschaltet mit der Bitte, einen Sachverständigen zu bestellen. Der Experte konnte zwischenzeitlich Beweise sichern.

Erst danach war der Weg für die Sanierungsarbeiten frei. Anfang Mai hat eine Fachfirma unter Begleitung von Gutachtern belastete Bauteile ausgebaut und entsorgt. Die Wand-Unterkonstruktion wurde gereinigt, geschliffen, nochmals gereinigt und imprägniert. Dabei wurden auch angrenzende Wandbereiche und der Estrich untersucht. „Keine Fläche sollte unkontrolliert bleiben“, beschreibt die Stadt das Vorgehen der Fachfirma.

Die weiteren Schritte: Bodenbeläge und Deckenflächen wurden einer Spezialreinigung unterzogen, ebenso Vorhänge, Plissees, Möbel und Spielgeräte. Anfang Juni wurden die sanierten Wandflächen neu gestrichen und Elektroinstallationen wieder montiert. Schlusspunkt der Arbeiten: die Freimessung durch das Bremer Umweltinstitut.

Während sich die Krippenkinder nun auf die Rückkehr in ihr vertrautes Umfeld freuen können, geht die gerichtliche Auseinandersetzung weiter. Im Rahmen eines  selbstständigen Beweisverfahrens wird derzeit ein Gutachten erstellt; es bildet eine Entscheidungsgrundlage für das Gericht. Zunächst muss die Stadt die Kosten der Sanierungsarbeiten verauslagen. Vom Ausgang des Gerichtsverfahrens hängt es ab, ob und inwieweit sie die Kosten ersetzt bekommt.

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann dankt der AWO als Trägerin der Kindertagesstätte und den betroffenen Eltern für das Verständnis in den vergangenen Monaten. „Kinder, Eltern und Erzieherinnen sind auf eine harte Geduldsprobe gestellt worden“, sagt die Rathaus-Chefin.

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