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Vereine peilen dennoch Neuauflage an

Kein Massenandrang beim Schützenfest

HAMELN. Nein, es war kein Massenandrang beim Schützenfest im Bürgergarten. „Wir hatten etwas mehr erwartet“, räumt Markus Jähn, Oberschützenmeister des Deutschen Schützenvereins von 1864, ein. Sein Verein hat gemeinsam mit der Schützengilde von 1848, dem Schützenverein Hameln von 1862 und dem Postsportverein das dreitägige Fest veranstaltet. „Aber es war positiv, dass so viele Leute da waren, die nicht aus den Schützenvereinen kamen“, sagt Jähn. So auch beim ersten Kinderschützenfest am Freitag mit 147 jungen Teilnehmern. Die erste Kinderkönigin kennt Markus Jähn ganz genau: Es gewann seine Tochter, die zehnjährige Gesa.

veröffentlicht am 12.06.2016 um 20:51 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Die Schützen planen nun auch für das nächste Jahr ein großes Fest im Bürgergarten.

Justin und seine Kumpels fühlen sich als die Größten. Der 13-Jährige und seine Freunde beißen die Zähne zusammen, als das „Air Race“ betitelte Fahrgeschäft beim Schützenfest im Bürgergarten so richtig auf Touren kommt. „Das tut echt weh und geht voll in den Bauch“, gesteht er hinterher – mit sehr leiser Stimme allerdings, denn die Mädchengruppe um die zwölfjährige Anna hört zu. Auch die Mädchen geben zu, dass „einem da echt schlecht“ werden könne. Ihr Gesamturteil aber lautet „voll krass“.

Das in Fachkreisen „Scheibenwischer“ genannte Fahrgeschäft schleudert die Jugendlichen in ihren Sitzen mit bis zu vierfacher Erdbeschleunigung herum. „22 Plätze, eines der größten Fahrgeschäfte dieser Art in Europa“, erklärt Axel Bartels. Bartels und Geibel, so heißt die in Northeim ansässige Schaustellerfirma, die das „Air Race“ betreibt. „Neu kostet so was bis zu 300 000 Euro“, so Bartels. Die Besonderheit: Eine Energierückspeisung senkt den Stromverbrauch.

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  • Partystimmung im Festzelt am Freitagabend. Foto: Dana
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  • Verregnet: der Marsch durch die Innenstadt am Sonntag. Foto: Dana
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Ein Blick auf die junge Kundschaft, die zum Kartenverkauf drängt, macht klar: Bartels und sein „Scheibenwischer“ erreichen punktgenau ihre Zielgruppe. Ein ums andere Mal füllen sich die 22 Plätze und eine neue Turbo-Wirbelei startet.

„Es gibt schlechtere Plätze“, sagt Bartels auf die Frage nach dem Standort. Sein diplomatisches Fazit: „Eigentlich sind wir zufrieden.“

Ein Evergreen dagegen ist das Kinderkarussell gleich am Eingang. Hierher ziehen die Kleinsten ihre Väter und Mütter. Auch der sechsjährige Joel und sein ein Jahr jüngerer Bruder Elias aus Marienau haben schnell ihren Lieblingsplatz auf einem Motorrad gefunden. Dennis (6) hinter ihnen kommt aus Rumänien und will aus dem kleinen Polizeiauto gar nicht mehr aussteigen.

An der anderen Ecke dreht sich ein klassisches Kettenkarussell. Auch hier stehen Mütter und Väter mit ihren Kindern an. Für die wilden Jugendlichen des „Air Race“ ist das schon zu „babyhaft“, meint jedenfalls die Gruppe um den zehnjährigen Apo und seine Freunde Peyman und Gurvir.

„Das Karussell ist Baujahr 1946, zwei Jahre jünger als ich“, erzählt Betreiber Anton Sertic. Zusammen mit seiner Frau Ingrid reist der aus Bad Sassendorf stammende Schausteller seit über 50 Jahren über die Volksfeste. „Noch lohnt es sich“, sagt er.

Doch die Kosten steigen. „Vor allem die Energiepreise können einen auffressen.“ Stromkosten, dazu Auf- und Abbau, es werde eben „immer schwieriger“, so das Schausteller-Ehepaar.

Dem Spaß, sich auf dem Nostalgiekarussell herumwirbeln zu lassen, tut das aber keinen Abbruch. Und eigentlich möchten es Apo und seine Kumpels doch auch einmal versuchen. Eine Bildergalerie vom Schützenfest finden Sie ab heute auf www.dewezet.de!



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