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Bund fordert über 600 000 Euro für Sportanlage der Briten / Neue Nutzung gesucht

Kein Kick mehr auf dem Kunstrasen

Hameln. Mit dem Abzug der Briten haben sich Hamelner Sportvereine Hoffnung auf eine Nutzung des Sportplatzes mit Kunstrasen an der Süntelstraße gemacht. Schon alleine deshalb, weil der Belag belastbarer ist und eine gewisse Wetterunabhängigkeit ermöglicht. Doch dass es tatsächlich zu einer Nutzung dieses Geläufs kommt, hat Stadtbaurat Hermann Aden jetzt als „illusorisch“ bezeichnet. Der Grund: Die Bima, die Bundesanstalt für Immobilien, in deren Besitz sich der Sportplatz derzeit befindet, habe „mit über 600 000 Euro“ einen viel zu hohen Preis aufgerufen. „Wohl wissend, dass sich etliche Sportvereine eine Nutzung vorstellen können, haben wir ein entsprechendes Angebot abgelehnt, da der Platz für uns viel zu teuer ist“, sagt Aden. Auch sehe die Stadt keinen besonderen Bedarf für einen solchen Sportplatz. „Wir bewerten das unter schulsportlichen Aspekten, und dafür brauchen wir nicht händeringend eine so große Fläche“, begründet es der Baudezernent.

veröffentlicht am 09.12.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Bei einem Kauf käme für die Verwaltung ohnehin nur eine Verpachtung an Vereine infrage. Aber über eine solche Entscheidung werde im Rathaus erst nachgedacht, „wenn das Angebot bei zehn bis 15 Prozent der bisherigen Forderung liegt“, sagt Aden.

Für diesen Preis aber wird die Bima den Sportplatz nicht abgeben. In Verbindung mit dem Areal der Linsingen-Kaserne und dem Reimerdeskamp sei dieses Gelände in den Fokus gerückt, erklärt Peter Hoffmann-Schönborn, der die ehemaligen Liegenschaften der Briten in Hameln für die Bima betreut. Auch er geht nicht davon aus, dass der Kunstrasenplatz an der Süntelstraße, der erst vor wenigen Jahren „für einen siebenstelligen Betrag“ errichtet worden sei, weiter als Sportanlage genutzt werden wird. „Es sei denn, es findet sich ein privater Mäzen“, meint Aden, um jedoch gleich zu betonen, dass ein solcher Gönner weit und breit nicht in Sicht sei. Deshalb arbeite die Bima derzeit mit der Stadt an einem Nutzungskonzept. Zwar gebe es für das Areal laut Aden einen Bebauungsplan, der aktuell nur eine sportliche Nutzung zulasse, doch kann sich die Bima auch „handelsmäßige Erweiterungsmöglichkeiten“ vorstellen, wie Hoffmann-Schönborn erklärt. Zwar gebe es ein Einzelhandelskonzept, das beispielsweise einen Discounter im Bereich des Sportplatzes nicht vorsehe, aber der Bima-Vertreter betont auch, dass dieses Papier derzeit überprüft und eventuell fortgeschrieben werde. Auch eine Wohnbebauung wird nicht ausgeschlossen. Zunächst müsse entschieden werden, was generell mit dem Grundstück geschehen solle, dann erst werde die Bima mit den Ausschreibungen beginnen. Hoffmann-Schönborn: „Wir müssen abwarten, was passiert. Die Stadt Hameln oder Vereine werden sich den Sportplatz aber nicht leisten können.“

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