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Rat Hameln versagt seine Zustimmung / Konkurrenz und mangelnde Qualität befürchtet

Kein gymnasialer Zweig in Hessisch Oldendorf

Hameln (CK). Die Stadt Hameln versagt dem Landkreis die erbetene Zustimmung zur Erweiterung der Oberschule Hessisch Oldendorf um ein gymnasiales Angebot. Bis auf Jörgen Sagawe (Piraten), der sich der Stimme enthielt, stimmten am Dienstagabend alle Ratsmitglieder einer entsprechenden Vorlage zu, nachdem bereits die drei Hamelner Gymnasien und auch die IGS sich ablehnend geäußert hatten.

veröffentlicht am 23.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 18:21 Uhr

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Kurt Meyer-Bergmann (SPD) sagte zur Begründung der Ablehnung seiner Fraktion, Hameln habe ein ausreichendes Angebot, das hier konzentriert werden sollte. Die geplante Erweiterung der Hessisch Oldendorfer Oberschule nannte er ein „Zwergschulmodell“. Auch Herbert Habenicht (FDP) vertrat ähnliche Ansichten. „Wir sehen da die Qualität nicht gegeben“, meinte der Liberale, wie Meyer-Bergmann selbst Pädagoge. Die Oberschule sei ohnehin eine Einrichtung zur Rettung von Haupt- und Realschule. Im Übrigen mahnte er, dass aufgrund des demografischen Wandels und damit einhergehend sinkender Schülerzahlen in allen Schulformen künftig Schulen schließen müssten. Habenicht: „Hier ist eine gemeinsame Entwicklung auf Landkreisebene notwendig.“ Die Wege, die Hessisch Oldendorfer Kinder bis zu einem der Hamelner Gymnasien zurücklegen müssen, hält er nach einer entsprechenden Rückfrage bei den Trägern des öffentlichen Personennahverkehrs für zumutbar.

Walter Kinast (CDU), räumte ein, dass es seiner Fraktion nicht leicht gefallen sei, sie aber ebenfalls für die Verwaltungsvorlage und damit gegen die Nachbarstadtstimme, denn: „Das Angebot in Hameln ist ausreichend. Die Schaffung eines gymnasialen Zweigs an der Oberschule in Hessisch Oldendorf ist nicht der richtige Weg.“

Das sieht offenbar auch Ursula Wehrmann so. Die Fraktionschefin der Grünen: „Die Oberschule hat noch kein ausgereiftes Konzept. Wir stellen die Qualität infrage.“ – Die Versagung der Zustimmung durch die Stadt Hameln hat für den Landkreis zur Folge, dass kein entsprechender Antrag bei der Landesschulbehörde gestellt werden kann.



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