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Angebot für Weserbergland-Zentrum nicht hoch genug

Kaufpreis ohne Nullen

HAMELN. Die Vermarktung des Gebäudes wird in absehbarer Zeit nicht so viel bringen, das am Ende eines Jahres die „schwarze Null“ unter dem Strich steht. Das ist die Überzeugung im Hamelner Rathaus. Und doch will die Stadt das Weserbergland-Zentrum (WBZ) nicht verkaufen. Die Politik stimmt zu: Das WBZ soll als eines der großen Veranstaltungsgebäude in Hameln in städtischer Hand bleiben.

veröffentlicht am 10.08.2017 um 18:37 Uhr

Wird nicht verkauft: Das Weserbergland-Zentrum bleibt in städtischer Hand und wird weiterhin von der HMT vermarktet. Foto: WAL
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Der Stadtentwicklungsausschuss sprach sich in gestriger Sitzung gegen einen WBZ-Verkauf aus – und wird voraussichtlich den Ratsentscheid pro Veräußerung vom Dezember 2015 rückgängig machen. Der Stadtrat hat darüber das letzte Wort in seiner Sitzung am 20. September.

Seit die damalige schwarz-grüne Mehrheitsgruppe den Beschluss zum Verkauf des städtischen Gebäudes gefasst hatte, sind zwei Kaufinteressenten an die Stadt herangetreten. Öffentlich ausgeschrieben wurde das WBZ nicht – deshalb wundert es nicht, dass Stadtbaurat Hermann Aden von potenziellen Käufern „aus dem näheren Bereich“ spricht.

Ohne Namen zu nennen, habe es sich in dem einen Fall um einen Interessenten gehandelt, der weit entfernt „von einer Kaufpreis-Größenordnung mit mehreren Nullen“ gelegen habe, so Aden. Das sei für die Stadt keine Option gewesen. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um ein Ein-Euro-Kaufangebot gehandelt haben.

Im anderen Fall habe das WBZ nicht die entsprechende Größe für die geplante Nutzung gehabt. Hierbei habe es sich um „Weiterbildungsmaßnahmen“ gehandelt.

Die schwer zu realisierende räumliche Trennung von Theater und WBZ hat die formelle Rücknahme des Verkaufswillens zudem beeinflusst. Wie Aden ankündigte, wird im nächsten Jahr ein Brandschutzgutachten für das WBZ anstehen. Die Verwaltung rechnet derzeit von Investitionen in den Brandschutz von mindestens 400 000 Euro. Aden macht aber deutlich: „Es gibt nichts, was akut Veranstaltungen ausschließt.“

Für die Veranstaltungen ist die städtische Tochtergesellschaft Hameln Marketing und Tourismus (HMT) verantwortlich. Laut Aden gebe es inzwischen ein „besseres Ergebnis bei der Anzahl der Nutzungen“. Dennoch: Mit einem jährlichen Defizit beim Betrieb des WBZ werden Stadt, HMT und Politik weiterhin leben müssen.



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