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Züchterschau in der Rattenfänger-Halle / Positive Resonanz auf Kastrationsthema

Katzen – von keck bis knuddelig

Hameln (mo). Hier wird keck posiert, furchteinflößend gefaucht, herzzerreißend miaut oder einfach nur mal ganz verschlafen gegähnt. In der Rattenfängerhalle sind die Mäusefänger zu Gast. Wenn ihnen denn doch mal eine Maus über den Weg laufen sollte. Denn bei den gut 200 ausgestellten Rasse- und Hauskatzen, handelt es sich um reine Stubentiger, die allenfalls neben der Wohnung eingezäunte Freigehege ihr Revier nennen können. „Die können das. Die haben schon das eine oder andere Spitzmäuschen gefangen, aber nicht gefressen“, erzählt Sabine Barkus aus Giesen bei Hildesheim von den Jagderfolgen ihrer Birmakatzen.

veröffentlicht am 12.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 05:21 Uhr

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Geschätzte sechs Millionen Katzen leben in Deutschlands Haushalten und sind damit die beliebtesten Haustiere. Licht reflektierende Glaskörper werden Katzenaugen genannt, das Ende eines Begeisterungsrausches heißt schlichtweg Katzenjammer und mittlerweile flimmert ein Blondchen erfolgreich auf diversen Fernsehkanälen über die Mattscheibe – die Katzenberger. Und hier geht es fast zu wie bei „Big Brother“. Rund um die Uhr werden die „Containerbewohner“ beäugt, bestaunt, geknipst und betätschelt. Nur ist der Wohncontainer mit seinen 140 x 70 Zentimetern Grundfläche kleiner als das Original und rausgewählt wird hier auch keiner. Preisrichter bewerten allenfalls den Zuchtstand.

Ein Bewohner ist die norwegische Waldkatze „Momo of Shorty Cats“. Wie ein Name doch täuschen kann! Von wegen klein und shorty: Satte neun Kilogramm Gewicht, ganze 130 Zentimeter Länge vom rot-schwarzen Näschen bis hin zum flauschigen Schwanzende. Das abstehende wuschelige Fell sorgt zudem für massive, sichtbare Körperfülle. Wie eine Miniaturausgabe von „Cindy aus Marzahn“ unter den Rassekatzen. Doch anstatt Pink trägt die Katze von Natur aus ein grauweiß gemustertes Fell und Cindy heißt nur die Besitzerin. Cindy Jahns ist aus Hamburg zur Ausstellung des Hannoverschen Katzenclubs e.V. angereist, um Momo präsentieren zu können. Momo ist Kater und Kastrat. Seine Männlichkeit hat der einährige Kater zwar verloren, gewinnt hier aber Titel und Pokale, olt sich den Rassesieg und darf sich auch „Best in Show“ nennen.

In Hameln ist gerade eine Diskussion um die Kastration von wild lebenden Katzen entbrannt (wir berichteten). „Das finde ich ganz vernünftig. Wenn sie draußen leben, ist das ganz in Ordnung.“ Cindy Jahns befürwortet sogar eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen. Züchterin Sabine Barkus stimmt ihr zu: „Ich halte sehr, sehr viel davon. Freilaufende Katzen werden in Hildesheim kastriert, und die Tiere leben dann ein Stück weit sicherer. Sie bekämpfen sich dann nicht untereinander, haben nicht diesen Konkurrenzkampf, diesen Trieb, und bleiben dann auch in Häusernähe.“

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Momo of Shorty Cats ist ein Flauschknäuel: Cindy Jahns aus Hamburg hat schwer zu tragen.

Auch der ausstellende „Hannoversche Katzen-Club“ engagiert sich für die Kastration freilaufender Katzen: „Wir geben auch Kastrationsgutscheine aus“, sagt der 1. Vorsitzende Ole-Peter Bona. Für über 2300 Euro und 52 Kastrationen hat der Verein in diesem Jahr schon Gutscheine ausgestellt.

Bildschönes Trio: Frenzy, Bon Voyage und Vertigo sind Katzen der Rasse Maine Coon der Züchterin Iris Mettner aus Rinteln.

Fotos: fn



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