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Generationswechsel in der Führung des Dekanats

Katholiken stellen sich neu auf

HAMELN. Die Katholiken in Hameln stellen sich nach einem Generationswechsel in der Führung des Dekanats ähnlich wie der Kirchenkreis in Hameln-Pyrmont neu auf. Stephan Uchtmann, bislang Pfarrer der Gemeinde in Stadthagen und stellvertretender Dechant, wurde vom Bistum Hildesheim mit der Betreuung der katholischen Gemeinden in Hameln, Aerzen, Emmerthal und Bad Münder betraut.

veröffentlicht am 15.11.2017 um 15:11 Uhr

Das neue Team der katholischen Kirche im Raum Hameln (v.l.): Kaplan Fabian Boungard, Gemeindereferent Matthias Risau-Klöpper, Gemeindereferentin Monika Feld, der stellvertretende Dechant Stephan Uchtmann und Pater Jojo Thomas vor dem Tor der Kirche S
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Die Stelle des im Sommer verabschiedeten Pastoralreferenten Hans-Georg Spangenberger wurde ausgeschrieben und soll im kommenden Jahr neu besetzt werden. Bewerbungen für dieses Amt lägen aber noch nicht vor, berichtete Uchtmann in einem Gespräch mit der Dewezet. Uchtmann wird damit wohl auch die Nachfolge des in den Ruhestand versetzten ehemaligen Dechanten Joachim Wingert antreten, der bislang für das Dekanat Weserbergland zuständig war. Vor seiner Tätigkeit in Stadthagen hatte Uchtmann im Dekanat Bückeburg bereits die Stelle des Dechanten innegehabt, war mit der Fusion der Dekanate von Hameln-Pyrmont, Holzminden und Bückeburg im Jahr 2012 dann Stellvertreter von Wingert geworden.

Uchtmann zur Seite stehen Pater Jojo Thomas vom französischen Orden der Missionare vom Heiligen Franz von Sales, der noch für zwei Jahre ins Bistum Hildesheim abgeordnet ist und sich derzeit vor allem um die St. Elisabeth Gemeinde in Hameln kümmert. Bereits zum Priester ordiniert ist Kaplan Fabian Boungard, der erst seit dem 15. Oktober zum neuen Team der katholischen Kirche im Raum Hameln gehört.

Der einzige des neuen Teams, der die Gemeinden hier genauer kennt, ist Gemeindereferent Matthias Risau-Klöpper, der sich seine Aufgaben jetzt mit Monika Feld teilt, die am 1. Oktober von Hannover nach Hameln gewechselt ist. Vor seiner Zeit an der St. Elisabeth Gemeinde war Risau-Klöpper 20 Jahre in Hessisch Oldendorf tätig einschließlich der Gemeinde St. Johannes-Baptist in Bad Münder hat das neue Team etwas mehr als 10 000 Gläubige zu betreuen.

Wie die Aufgaben zwischen den drei Priestern und den beiden Gemeindereferenten künftig verteilt sein werden, ist nach Angabe von Uchtmann noch offen. „Ende November werden wir gemeinsam mit vier anderen Teams, die denselben Prozess durchlaufen, in Hildesheim in eine Klausurwoche gehen, um uns besser kennenzulernen und zu sehen, welche Aufgaben hier vor uns stehen und wie wir sie verteilen werden“, berichtete Uchtmann. „Wir müssen schauen, worauf wir uns zu konzentrieren haben und was sich in unserem Bereich ändern kann.“ Es werde mit dem Generationswechsel eine grundsätzliche Änderung der Organisationsstrukturen geben, kündigte der stellvertretende Dechant an. Die vom Bistum ausgegebene Hauptleitlinie sei, die „lokale Kirchenentwicklung“ genauer in den Blick zu nehmen und sie zu stärken. Das beinhalte auch die Arbeit jenseits der Kirchengemeinden, erläuterte Gemeindereferent Matthias Risau-Klöpper. Das könne beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Senior-Schläger-Haus betreffen oder die seelsorgerische Betreuung von Menschen in der neurologischen BDH-Klinik in Hessisch Oldendorf, wo es seit einiger Zeit auch eine Kapelle gebe. Die Gemeindereferentin Monika Feld sprach in diesem Zusammenhang von ganz neuen Formen der Aufmerksamkeit. „Wir werden genau schauen, was um uns herum geschieht und wo wir gebraucht werden.“ Uchtmann verwies dazu auch auf das Beispiel Afferde, wo im Jahr 2009 die katholische profaniert worden sei. „Wir wissen, dass viele Menschen in dem Ortsteil dies noch immer bedauern. Das könnte deshalb ein neuer Arbeitsschwerpunkt werden.“ Auch um die Ökumene wollen sich Uchtmann und das neue Team kümmern. Schließlich habe es innerhalb weniger Wochen schon fünf ökumenische Begegnungen gegeben, betonte der stellvertretende Dechant. „Da herrscht ganz sicher ein guter ökumenischer Geist.“

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