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Zwei Tage auf Dachfirst verbracht / Tierretter kommen mit Drehleiter zu Hilfe

Kater „Curry“ ohne Mumm zur Umkehr

Rohrsen. Wie ein Häufchen Elend sitzt der rotgetigerte Kater hoch oben auf dem Dachfirst – in tief geduckter Haltung, den Schwanz leicht gebogen. Ein klägliches Miauen ist zu hören. Und das laute Geräusch kraftvoller Motoren. Die Feuerwehr bringt ihre Drehleiter in Stellung. Einsatzkräfte wollen Kater „Curry“, er ist Neuling in Rohrsen und wohnt erst seit zwei Wochen im Hamelner Ortsteil, aus seiner misslichen Lage befreien.

veröffentlicht am 17.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Hochgekommen ist er, nur wieder runter scheint er nicht kommen. Das Problem vieler Katzen. Doch Ausdauer hat er, der kleine Kerl. Bereits seit zwei Tagen sitzt der 14 Monate alte Kater auf dem Dach einer Scheune an der „Rohrser Kapelle“. Bei kühlem Wind und teilweise starken Regenschauern – ohne Futter, ohne liebevolle Streicheleinheiten, ohne Mäuse. Und offenbar ohne den Mumm, einen geordneten Rückzug anzutreten. Er scheint sich nicht wieder von seinem Aussichtspunkt herunterzutrauen.

Dabei hatte sein Frauchen bereits einiges versucht, ihren „Curry“ wieder nach unten zu locken. Gerufen hätte sie ihn, mit einer Leiter sei sie ihrem Tier entgegengestiegen, sagt Julia Nyerges. Doch der Ausreißer blieb oben. Letzter Ausweg für das besorgte Frauchen: ein Anruf bei den Tierrettern der Feuerwehr.

Von denen macht sich Olaf Kutzner auf, den verängstigten Kater vom Dach zu holen. Der Feuerwehrmann steigt in den Korb der Drehleiter, schwenkt diese über die Dachpfannen in Richtung des Tieres. Doch das scheint dem roten Miniaturtiger zu bunt zu werden. Auch wenn er „Curry“ gerufen wird, scheint der Kater jetzt ein anderes Gewürz im Hintern zu haben – nämlich Pfeffer. Urplötzlich springt die Katze auf, flitzt in rasantem Tempo die Dachfläche hinunter und macht letztlich einen Satz auf eine grüne Wiese. Na bitte, geht doch.

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„Das wäre auch das erste Mal in 25 Jahren gewesen, dass sich eine Katze mit der Drehleiter einfangen ließe“, sagt Kutzner, als er wieder festen Boden unter den Füßen hat. Und Julia Nyerges ist erleichtert. Die Ärztin ist gerade erst nach Rohrsen gezogen. Bei der Wahl ihres neuen Wohnortes dachte die 31-Jährige auch an ihren Freilauf gewohnten „Curry“.

Eine Wohnung in der Innenstadt hätte die Katzenliebhaberin mit Rücksicht auf ihren Kater nicht in Betracht gezogen, sagt die Medizinerin. Sie vermutet, dass die neue Umgebung als Grund für „Currys“ Ausflug auf das Scheunendach war. Nach dem Umzug habe ihr Kater eine Woche in der Wohnung verbracht. Dann zog es ihn nach draußen – ein Freiläufer halt.

Verängstigt sitzt „Curry“ auf dem First einer Scheune (li.). Nach der Rettungsaktion hat der 14 Monate alte Kater einen Bärenhunger und holt sich bei seinem erleichterten Frauchen Julia Nyerges seine Streicheleinheiten ab.fn



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